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Meunier kritisiert Favre: "War wie in Paris"

Jan Kupitz
Thomas Meunier
Thomas Meunier / Joosep Martinson/GettyImages
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Thomas Meunier hatte in seiner ersten Saison beim BVB gehörig zu kämpfen. Seiner Meinung nach lag das an den Vorgaben von Ex-Coach Lucien Favre, mit denen er alles andere als einverstanden war.


Als Nachfolger von Achraf Hakimi verpflichtet, erlebte Meunier bei Borussia Dortmund eine Debütsaison zum Vergessen. Der Belgier, der eigentlich als Stabilisator geholt wurde und sich teils unerklärliche Fehler leistete, galt bereits als Fehleinkauf und musste im vergangenen Sommer um seine Zukunft in Schwarz-Gelb bangen.

Letztlich entschied der BVB sich, Meunier noch einmal eine Chance zu geben. Zumindest in Teilen hat der 30-Jährige diese genutzt - der absolute Schwachpunkt, den er in der Vorsaison darstellte, ist er nicht mehr. Stattdessen weiß er vor allem in der Vorwärtsbewegung mit bislang vier direkten Vorlagen zu gefallen.

Ein großer Teil seines Aufschwungs ist Marco Rose zu verdanken, den Meunier im Interview mit der WAZ explizit lobte: "Ich bin ein Spieler, der viel Wert auf klare Pläne, Vorgaben und Abläufe legt. Und die bekommen wir vom Trainer. Er hat eine klare Idee, arbeitet mit uns viel an taktischen Dingen." Was man als Lob für Rose verstehen kann, kann gleichzeitig genauso gut als Kritik an Ex-Coach Lucien Favre herhalten.

Lucien Favre
Lucien Favre / Lars Baron/GettyImages

Beim Schweizer kritisierte er, dass es im Aufbauspiel zu wenig klare Lösungen gab. Vielmehr hing der BVB-Erfolg unter Favre laut Meuniers Verständnis davon ab, wie gut die offensiven Künstler drauf waren. "Bei Lucien Favre war es ein bisschen wie in Paris, wo wir Mbappé, Neymar und Di Maria hatten", zog der Belgier einen Vergleich zu seinem Ex-Klub. "Aber das ist nicht meine Vorstellung von Fußball. Ich bevorzuge, wenn jeder weiß, was er wann zu tun hat."

Klingt danach, als ob das unter Favre nicht der Fall war. Die aktuelle Bilanz würde Meunier zumindest nicht widersprechen. Vielleicht sollte er sich aber auch mal an die eigene Nase packen - die vielen Stellungsfehler und Fehlpässe kann man sicherlich nicht alle dem Ex-Trainer zuschreiben.


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