BVB

Vertrag läuft aus: Wie geht es mit BVB-Berater Sammer weiter?

Marc Knieper
Der Vertrag von Matthias Sammer (54) als externer BVB-Berater läuft im Sommer aus
Der Vertrag von Matthias Sammer (54) als externer BVB-Berater läuft im Sommer aus / Dean Mouhtaropoulos/GettyImages
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Beim BVB steht im Sommer ein personeller Bruch bevor. Michael Zorc verlässt die Schwarz-Gelben nach über 20 Jahren als Sportchef. Seinen Posten übernimmt Sebastian Kehl. Edin Terzic wiederum fungiert künftig als eine Art Teammanager. Doch was passiert mit BVB-Berater Matthias Sammer? Sein Vertrag läuft im Juni aus.


Seine genaue Aufgabe kennen extern nur die wenigsten. Matthias Sammer berät, analysiert und kritisiert seit fast vier Jahren das Management des BVB. Hört sich erst einmal komisch an, ist aber äußerst plausibel. Der einstige Sportvorstand des FC Bayern (2012 bis 2016) ist als externer und damit freiberuflicher Berater der Dortmunder Geschäftsführung angestellt.

Sammer kapselt sich entsprechend vom operativen Geschäft des Bundesligisten ab. Er bewertet, analysiert und kritisiert die Strategie der BVB-Bosse aus einem anderen Blickwinkel und versucht dabei weitestgehend und bestmöglich die Vereinsbrille abzusetzen - ein Blick von außen sozusagen.

Matthias Sammer auf der BVB-Tribüne
Matthias Sammer auf der Tribüne neben BVB-Geschäftsführer "Aki" Watzke / Jörg Schüler/GettyImages

An die Mikrofone tritt er deshalb nur selten. "Mein Ansinnen ist es nicht, groß in Erscheinung zu treten", erklärte Sammer einst im Gespräch mit der Sport Bild. Stattdessen bringe er sich gerne in interne Gespräche ein. "Wir haben immer die Vereinbarung getroffen: Wenn es morgen nicht mehr passt, dann geben wir uns die Hand und gehen auseinander. Das läuft ganz unkompliziert."

Gesprächsstart zwischen BVB und Sammer im Februar

Und genau dieser Fall des Hände-Schüttelns könnte im Sommer eintreten. Der Kontrakt des 54-Jährigen läuft aus. Nach Sport1-Informationen haben beide Seiten allerdings ein grundsätzliches Interesse an einer Verlängerung. Noch sei aber offen, ob es mit dem BVB und Sammer weitergeht", berichtet Sport1-Reporter Oliver Müller im Podcast "Die Dortmund-Woche".

Anfang Februar sollen die Gespräche zwischen dem BVB und Berater Sammer starten. Von Sammers Seite gebe es "klare Signale, dass es weitergehen soll. Die Frage ist aber, ob das der BVB am Ende zu 100 Prozent will", erklärt Sport1-Chefreporter Patrick Berger.

BVB vor Sommer der großen Veränderungen

Fakt ist: Der BVB steht vor dem Sommer der großen Veränderungen. Zorc verlässt nach über 20 Jahren seinen Posten als Sportchef. Kehl, bisher Lizenzspielerchef, rückt für ihn nach. Auch Terzic soll und wird in der BVB-Hierarchie aufsteigen. Der einstige Interimstrainer hält künftig den ständigen Kontakt zum Team - als eine Art Bindeglied zwischen Mannschaft und Funktionäre.

Damit würde Terzic in der BVB-internen Rangfolge auf Rang zwei hinter Kehl stehen. Kehl wiederum benötigt einen weiteren Kollegen, der ihn unterstützt, aber wenig bis gar nicht reinredet. "Im Sommer, wenn Michael nicht mehr da sein wird, wird es ein paar Verschiebungen geben, was Profile und Zuständigkeiten angeht", verkündete Kehl am Sonntag im Doppelpass. "Ich mache mir Gedanken, was fehlt und wo ich Unterstützung brauche."

Auf die externe Unterstützung von Sammer kann Kehl nur pochen, sofern Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sein finales Okay für eine weitere Zusammenarbeit gibt. "Der Vertrag von Matthias läuft im Sommer aus. Das ist ein Thema, das bei Aki Watzke liegt. Wir werden uns zusammensetzen, es gibt nichts weiter zu berichten."

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