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BVB-Vertragspoker: Die Zahlen zum Akanji-Deal

Jan Kupitz
Manuel Akanji
Manuel Akanji / Markus Gilliar/GettyImages
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Borussia Dortmund will den Vertrag von Manuel Akanji verlängern - die Forderungen des Schweizers stoßen den Verantwortlichen aber sauer auf.


Bereits in den letzten Wochen wurde bekannt, dass Akanji und der BVB über einen neuen Vertrag verhandeln. Das erste Angebot der Schwarz-Gelben hat der 26-Jährige, der momentan fünf Millionen Euro im Jahr einstreicht, allerdings abgelehnt.

Die Sport Bild enthüllt die Details aus dem Vertragspoker: Demnach würde die Borussia den Schweizer gerne mit einem Arbeitspapier bis 2026 ausstatten und sein Gehalt auf acht Millionen Euro plus Boni erhöhen. Akanji gibt sich damit aber nicht zufrieden, verlangt stattdessen zehn Millionen Euro.

Im Bericht heißt es, dass es den BVB-Bossen "sauer aufstößt", dass einige Stars versuchen, die Gehälter in die Höhe zu treiben. Akanji dürfte sicherlich zu den gemeinten Akteuren zählen.

Auch BVB-Legende Jürgen Kohler, einer der besten Innenverteidiger seiner Zeit, kann die Forderungen des Schweizers nicht nachvollziehen. "Er ist Pokalsieger geworden, ansonsten hat er nicht nachweisen können, warum man ihn geholt hat. Ich finde, wenn Dortmund ihm ein Angebot über acht Millionen Euro macht, ist er damit gut bedient", erklärte der 56-Jährige der Sport Bild und legte nach: "Mehr hat er mit seiner Leistung nicht gerechtfertigt."

Der BVB sitzt nun in der Klemme, weil die Zukunft von Akanji relativ zügig entschieden werden muss. Kommt es mit dem 26-Jährigen zu keiner Verlängerung, wäre ein Verkauf im Sommer die logische Folge - mindestens 25 Millionen Euro könnte Akanji einbringen.

In dem Fall müsste ein Nachfolger her, Nico Schlotterbeck gilt als der heißeste Kandidat. Das Problem: Der Freiburg-Star wird auch von anderen Klubs umworben, ihm sollen laut Sport Bild bereits mehrere Anfragen vorliegen. Der BVB kann beim Nationalspieler aber nur vorstoßen, wenn Akanjis Zukunft geklärt ist.

Beide zusammen wird sich die Borussia neben Niklas Süle und Mats Hummels wohl nicht leisten (können). "Ich denke, dass die Frage kommen wird: entweder Akanji oder Schlotterbeck. Beide zusammen halte ich für unwahrscheinlich", bestätigte Kohler die Einschätzung.


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