Julian Brandt

Rose überrascht mit Brandt-Statement: "Gute Runde mit vielen Scorern und Toren"

Dominik Hager
Marco Rose weiß die Qualitäten von Julian Brandt zu schätzen
Marco Rose weiß die Qualitäten von Julian Brandt zu schätzen / Markus Gilliar/GettyImages
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Borussia Dortmund ist nur so über die Wölfe hinweggefegt und hat den VfL mit 6:1 bezwungen. Ein sehr starkes Spiel absolvierte dabei auch der zuletzt viel gescholtene Julian Brandt. Marco Rose nahm dies zum Anlass, um eine Lanze für den deutschen Nationalspieler zu brechen.


Mit zwei Torvorlagen und einer Passquote von 96 Prozent kann Julian Brandt auf einen erfolgreichen Nachmittag zurückblicken. Damit gab der Offensivspieler eine Antwort auf die zunehmenden Gerüchte, wonach der Borusse ein potenzieller Verkaufskandidat für den kommenden Sommer ist.

Rose bescheinigt Brandt eine "ordentliche Saison"

Marco Rose machte sich auf der PK nach dem Wolfsburg-Spiel aber für den 25-Jährigen stark. "Ich finde Jule spielt insgesamt eine sehr ordentliche Saison", honorierte der Dortmund-Trainer. Der Spieler sei "sehr reflektiert und habe "eine gute Runde mit Scorerpunkten und Toren gespielt". Tatsächlich liest sich seine Bilanz in der Bundesliga auch gar nicht schlecht, wo er mit sieben Toren und acht Vorlagen insgesamt 15 Scorer vorzuweisen hat.

Der Dortmunder Coach lobte Brandt zudem für seine "Ballgewinne und seine "herausragenden physischen Werte". Rose gab aber auch zu bedenken, dass Brandt eine Phase hatte, in der ihm "die Galligkeit gefehlt" und er "zu wenig in Zweikämpfe investiert" habe, weshalb er zuletzt auch mal draußen auf der Bank saß. Brandt scheint daraus gelernt zu haben, was seine Auftritte gegen Stuttgart (zwei Tore) und gegen Wolfsburg (zwei Assists) bestätigen.

Brandt dreht gegen Stuttgart und Wolfsburg auf: Warum nicht immer?

"Er hat das in Stuttgart hervorragend gemacht, heute hat er wieder seine Qualität unter Beweis gestellt. Er ist ein Spieler der das Stadion mit einem Hackentrick richtig aufwecken kann, aber er kennt seine Themen, ich kenne seine Themen. Wir arbeiten dran", erklärte Rose.

Bei Brandt taucht in gewisser Weise das Sané-Phänomen auf, was bedeutet, dass der Spieler zwar immer wieder herausragend gut spielen kann, aber dabei stets auch den Druck von außen benötigt, um nicht in ein Mentalitäts-Loch zu fallen. Julian Brandt spielt oft stark, wenn es für Schwarz-Gelb ohnehin gut läuft, ist aber auch selten derjenige, der den Karren aus dem Dreck zieht, wenn es nicht so läuft.

Bezeichnend dafür ist beispielsweise seine schwache Saison in der Champions- und Europa-League. Der Offensivspieler hat in beiden Wettbewerben keinen Scorer markieren können und stand sinnbildlich für das Dortmunder Aus.

Seit Jahren wartet man inzwischen darauf, dass Brandt endlich mal konstant liefern kann. In dieser Saison kann man ihm einen starken Dezember und einen bis jetzt tollen April bescheinigen, eine Spielzeit besteht aber nicht nur aus zwei Monaten. Das weiß auch ein Marco Rose und die BVB-Bosse. Derzeit ist Brandt wieder oben auf, aber niemand kann abschätzen, wie lange die gute Phase diesmal hält.


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