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BVB

Nach strittigem Dahoud-Platzverweis: Ex-Schiri Hellmut Krug fordert Regel-Revolution

Oscar Nolte
Der Aufreger des Spiels: Deniz Aytekin stellt Mo Dahoud vom Platz
Der Aufreger des Spiels: Deniz Aytekin stellt Mo Dahoud vom Platz / Frederic Scheidemann/Getty Images
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Hellmut Krug war WM-Schiedsrichter und Leiter der Schiedsrichter-Abteilung beim DFB. Aus dem Ruhestand meldete sich Krug nun zu der fragwürdigen gelb-roten Karte für Mo Dahoud und forderte eine Regel-Revolution.


Im Spiel zwischen dem BVB und Gladbach sah Dahoud nach einer protestierenden Ausfallbewegung Richtung Schiedsrichter Deniz Aytekin die Ampelkarte. Strittig, wenn nicht sogar eine Fehlentscheidung. Dem Unparteiischen ging es um Respekt und darum, ein Zeichen zu setzen. Das geht auch anders, findet Hellmut Krug.

Zeitstrafe statt Ampelkarte? Krug fordert Regel-Revolution

"Mit einer Zeitstrafe wäre allen gedient, damit könnte man das rigoros eingrenzen", forderte der 65-Jährige gegenüber der dpa. "Damit gibt man den Schiedsrichtern ein Tool an die Hand, mit dem sie einen Spieler und sein Team umgehend und spürbar sanktionieren können, ohne mit einer potenziellen Gelb-Roten Karte allzu großen Einfluss aufs Spiel ausüben."

Tatsächlich ist die Zeitstrafe eine Regel, die in anderen Sportarten (zB dem Handball), bereits Anwendung findet und durchaus auch ein interessantes Modell für den Fußball ist. Immerhin zeigt das Beispiel Dahoud: zwischen einer Verwarnung und einem die Struktur des Spielverlaufs verändernden Platzverweises gibt es keine Möglichkeit der Sanktion.

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