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BVB hofft gegen Gladbach auf 16.000 Fans im Stadion

Borussia Dortmund v Hannover 96 - Bundesliga
Zum Saisonauftakt könnten bis zu 16.000 Fans in den Signal Iduna Park strömen | Jörg Schüler/Getty Images

Borussia Dortmund hofft im Topspiel zum Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach auf eine Topkulisse von über 16.000 Zuschauern. Die Entscheidung steht noch aus, dürfte aufgrund der Ereignisse in Rostock aber zumindest einmal wackeln.

Samstagabend, Topspiel um 18.30 Uhr. Flutlicht im Signal Iduna Park. Bundesliga-Auftakt zwischen Borussia Dortmund und der gleichnamigen Borussia aus Mönchengladbach. Allein 25.000 Fans der "Gelben Wand" schwenken ihre Fahnen, ragen die Schals empor, hüpfen und singen für ihre Borussia.

Ein Szenario, das aufgrund der Corona-Pandemie vorerst der Vergangenheit angehört. Die bittere Realität der vergangenen Wochen und Monate: Geisterspiele. Ein ekeliges Wort. Fußball ohne Fans, ohne Emotionen, ohne Freude, ohne Ekstase. Zumindest Teile davon kehren mit Lockerung der Zuschauerzahlen zurück. Die Bundesliga normalisiert sich.

Dynamo Dresden v Hamburger SV - DFB Cup: First Round
Zuschauer auf den Rängen beim Pokalspiel zwischen Dynamo Dresden und dem HSV | Thomas Eisenhuth/Getty Images

Während bereits in der ersten Runde des DFB-Pokals einige wenige Zuschauer auf den Rängen zugelassen wurden, dürfen sich die Dauerkarten-Inhaber vieler Bundesligisten auf die Rückkehr in ihr altes "Wohnzimmer" freuen. Zum Saisonauftakt strömen in Leipzig, Bremen (jeweils 8.500), Frankfurt (6.500), Union Berlin (4.500) und Wolfsburg (500) zumindest kleine Fanscharen unter Einhaltung der jeweiligen Hygiene- und Abstandsregeln ins Stadion.

Im Eröffnungsspiel zwischen Bayern und Schalke sowie beim VfB Stuttgart finden die Spiele am ersten Spieltag zunächst weiterhin ohne Fans statt. In Köln plant man mit 5.000 bis 10.000 Zuschauern und bei Borussia Dortmund pochen die Verantwortlichen weiterhin auf eine (zumindest zu Coronazeiten) Rekordkulisse.

BVB hofft auf Rekordkulisse gegen Gladbach

"Ich denke, 20 Prozent wären auf jeden Fall verantwortbar", spekuliert Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im Gespräch mit der Bild. "Ich würde mir den Samstagabend definitiv frei halten. Ich kann es nicht versprechen, aber es könnte ja sein, dass wir es bis dahin hinkriegen und man dann per Losverfahren dabei ist", so der 61-Jährige weiter.

20 Prozent würden im Dortmunder Signal Iduna Park einer Kulisse von 16.273 Zuschauern entsprechen. Damit läge der Ruhrpott-Klub in Sachen Zuschauer definitiv auf Rang eins. Mit einer Entscheidung rechnet Watzke in den kommenden ein bis zwei Tagen. "Ob das dann bis zum ersten Spieltag organisatorisch umsetzbar ist, weiß ich nicht. Da müssen wir natürlich noch mit den zuständigen Gesundheitsämtern sprechen."

Hansa Rostock mit Negativ-Beispiel

Nach den Ereignissen im Pokalspiel zwischen Hansa Rostock und dem VfB Stuttgart (7.500 Zuschauer) werden die Gesundheitsämter sicherlich noch penibler auf die Hygiene-Vorkehrungen achten. Stuttgarts Vereinsbeirat Professor André Bühler hatte via Twitter nicht zu Unrecht das schludrige Verhalten vieler Hansa-Fans kritisiert: "Stehen dicht an dicht, haben größtenteils keine Masken auf, singen und schreien sich die Seele aus dem Leib. Das muss dieses fantastische Hygiene-Konzept sein, von dem alle reden."