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Wer folgt beim BVB auf Haaland? Diese 4 Stürmer sollten den Norweger nicht ersetzen

Dominik Hager
Der BVB muss sich nach einem Haaland-Ersatz umsehen
Der BVB muss sich nach einem Haaland-Ersatz umsehen / Frederic Scheidemann/GettyImages
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Borussia Dortmund muss sich auf einen Abgang von Stürmer-Star Erling Haaland einstellen. Der Norweger wird sich voraussichtlich Manchester City anschließen und eine Lücke im Kader der Schwarz-Gelben reißen. Gerüchte um potenzielle Nachfolger gibt es schon einige. Wir werfen einen Blick auf die Angreifer, die den Stürmer nicht ersetzen sollten.


1. Sasa Kalajdzic

Sasa Kalajdzic
Matthias Hangst/GettyImages

Einige wird es sicherlich überraschen, dass der Name dieses Spielers auf der Liste auftaucht. Durchleuchtet man die Personalie jedoch genauer, stellt man fest, dass der 24-Jährige nicht wirklich zu Borussia Dortmund passen würde.

Doch warum ist das so? Mit seiner Körpergröße von zwei Metern ist der Österreicher schon ein recht spezieller Stürmertyp. Zwar ist der Angreifer technisch definitiv kein schlechter Spieler, jedoch ist er in Summe ziemlich stark auf Flanken angewiesen. Diese bringt Sosa beim VfB präzise wie kaum ein anderer in den Strafraum. Die BVB-Taktik ist aber nicht auf Flanken ausgerichtet und abgesehen von Guerreiro gibt es auch kaum einen BVB-Star, der außergewöhnlich gute Hereingaben in die Mitte bringt. Ligaweit hat nur Gladbach in dieser Saison weniger Flanken hereingebracht als Dortmund.

Zudem wird auch kaum mit langen, hohen Bällen gearbeitet. Vielmehr möchte der BVB durch ein schnelles Passspiel und gezielte Anspiele in die Tiefe für Gefahr sorgen. Ein Erling Haaland kann diese tiefen Zuspiele ideal verwerten, Sasa Kalajdzic hat jedoch diesen Speed nicht so ganz. Der Sturm-Hüne ist zudem wie Haaland auch eher der Typ "alleiniger Mittelstürmer" und würde demnach auch nicht besser zu Malen passen.

Hinzu kommt, dass der Österreicher genauso verletzungsanfällig oder noch anfälliger als Haaland ist, was wenig erstrebenswert erscheint. Abgesehen davon hat der VfB-Angreifer erst eine wirklich starke Saison auf höchstem Niveau absolviert. Wer 80 Millionen Euro für Haaland einnimmt, der sollte beim Ersatz eher auf Nummer sicher gehen.

2. Luka Jovic

Luka Jovic
Aitor Alcalde Colomer/GettyImages

Wir erinnern uns noch gut an die Tage, an denen Luka Jovic mit Eintracht Frankfurt die Europa League aufgemischt hat. Der Mittelstürmer schien eine große Karriere vor sich zu haben und schloss sich Real Madrid an. Dort steht der heute 24-Jährige aber nicht nur im Schatten von Karim Benzema, sondern sieht im Endeffekt überhaupt kein Land.

Seit seinem Wechsel im Jahr 2019 hat der Angreifer gerade mal drei Treffer im Trikot der Königlichen erzielt. Selbst eine zwischenzeitliche Leihe zurück zur Eintracht konnte seinen Tor-Instinkt nicht Dauerhaft zum Leben erwecken.

Natürlich kann es auch bei Jovic schnell gehen. Gute Anlagen bringt er mit und das Tore schießen kann er unmöglich komplett verlernt haben. Es ist jedoch anzuzweifeln, ob der Spieler auch die nötige Mentalität mitbringt, um es bei einem Spitzenklub zu schaffen. Jovic wirkt oft ein wenig teilnahmslos und könnte beim Schwarz-Gelben Publikum so seine Probleme haben. Es ist schwer vorzustellen, dass Dortmund & Jovic so richtig zusammenpassen.

3. Noah Okafor

FC Red Bull Salzburg v Rapid Wien - Admiral Bundesliga
Hans Peter Lottermoser/GettyImages

Der junge Salzburg-Stürmer hat sicherlich gute Qualitäten und zeigt diese in der österreichischen Liga auch regelmäßig. Okafor ist extrem schnell, besitzt Zug und Tor und kann Tore sowohl selbst erzielen, als auch vorbereiten. Ein wirklicher Mittelstürmer ist der Schweizer aber nicht. In Sachen Technik und Ballbehauptung gehört er nicht zu absoluten Spitze und auch seine Tor-Ausbeute ist nicht überragend, wenn man seine ganze Karriere betrachtet. Okafor ähnelt zudem sehr dem Typ Donyell Malen.

Es gibt mit Karim Adeyemi, Adam Hlozek und Benjamin Sesko extrem interessante junge Spieler auf dem Markt. Alle drei Angreifer sind noch jünger als Okafor und haben langfristig wohl das größere Potenzial. Okafor wäre eher so das Mittelding aus Talent und bereits gestandenem Spieler. Ideal wäre es aber, wenn man Haaland durch einen gestandenen Stürmer und ein offensiv variablesTalent ersetzt. Okafor wäre dann eher die Billig-Lösung, die beides ein wenig abdeckt. Sportlich wäre das nicht ideal.

4. Timo Werner

Timo Werner
Chris Brunskill/Fantasista/GettyImages

An Timo Werner scheiden sich die bekanntlich die Geister. Der pfeilschnelle Stürmer war bei RB Leipzig zumindest die meiste Zeit über überragend gut. Das lag insbesondere daran, dass der Konter-Fußball, den RB damals noch mehr praktizierte, ideal zu ihm passte. Zudem hatte er mit dem ballsicheren und robusten Poulsen einen Stürmer an der Seite mit dem er sich blendend verstand. Ohne den Dänen an seiner Seite läuft es für Werner aber nicht mehr so gut. Der Angreifer hat beim FC Chelsea große Probleme und erlebt im DFB-Team Höhen und Tiefen.

Für Werner beim BVB spricht die Tatsache, dass er wie Haaland tiefe Zuspiele gut verarbeiten kann und bei schnellen Gegenstößen gefährlich wird. Im Gegensatz zu Haaland fehlt es ihm aber an Treffsicherheit im Abschluss und Präsenz in der Box. Werner ist kein Stürmertyp, der als alleiniger Neuner funktioniert und würde bei den Schwarz-Gelben keinen geeigneten Sturmpartner vorfinden. Malen ist als Typ zu ähnlich und der BVB wird wohl mit Adeyemi ohnehin noch einen weiteren Halbstürmer verpflichten, der ebenfalls über sein Tempo kommt.


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