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BVB fragt wegen Onana an - Ein Transfer würde nur unter einer Bedingung Sinn ergeben

Andre Onana
SC Heerenveen v Ajax - Dutch Eredivisie | Soccrates Images/Getty Images

Borussia Dortmund gehört angeblich zum Interessentenkreis um André Onana: Laut De Telegraaf sollen die Verantwortlichen sogar eine Anfrage beim Berater des begehrten Torhüters von Ajax Amsterdam eingereicht haben. Sinnhaft erscheint ein Transfer aber nur unter einer Bedingung.

Eine ernsthafte Torwartdiskussion hat sich beim BVB in den vergangenen Jahren nicht ergeben. Daran änderte auch die Verpflichtung von Marwin Hitz nichts. Der Schweizer kam im Sommer 2018 vom FC Augsburg und bemühte sich um einen möglichst offenen Konkurrenzkampf, musste rasch aber einsehen, dass er hinter Landsmann Roman Bürki nur die Nummer zwei sein würde.

Bürki, mit dem die Verantwortlichen vor nunmehr fünf Jahren eine Wachablösung im Tor einläuteten, hat speziell in der jüngeren Vergangenheit eine starke Entwicklung genommen. Der 29-Jährige präsentiert sich nervenstärker als noch in seinen Anfangsjahren, ist auf der Linie ein riesiger Rückhalt für die Mannschaft und glänzt mit starken Reflexen. Der einzige Knackpunkt ist die bis 2021 festgeschriebene Vertragslaufzeit, an der aufgrund der Corona-Krise nicht geschraubt wird. Oder doch?

Wie BILD erfahren haben will, soll Bürki ein unterschriftsreifer Vertrag bis 2024 samt Jahresgehalt in Höhe von vier Millionen Euro vorliegen. Die Torhüterfrage wäre damit geklärt, bevor sie überhaupt aufgekommen wäre. Oder kommt Onana dazwischen?

Barça baggert an Onana - Auch BVB fragt an

Der Kameruner steht seit über fünf Jahren bei Ajax Amsterdam unter Vertrag, seit über einem Jahr muss der niederländische Rekordmeister jedoch dem Interesse zahlreicher Spitzenklubs trotzen. Wie die niederländische Tageszeitung De Telegraaf berichtet, soll der FC Barcelona den Berater des 24-Jährigen kontaktiert haben, auch der BVB habe erstmalig vorgefühlt.

Andre Onana
André Onana steht vor dem Sprung zu einem Top-Klub - angeblich mischt auch der BVB im Transferpoker mit | Soccrates Images/Getty Images

Wie es heißt, sei Onana eigentlich versprochen worden, dass man ihm keine Steine in den Weg legen werde; jedoch wolle Sportdirektor Marc Overmars ihn nun doch davon überzeugen, ein weiteres Jahr zu bleiben. Die Schmerzgrenze liege im mittleren zweistelligen Millionenbereich, genannt wird eine Summe in Höhe von 30 Millionen Euro.

Neben einer sehr guten Strafraumbeherrschung überzeugt Onana mit dem Ball am Fuß - keine Überraschung, schließlich stammt er aus Barças berüchtiger Akademie La Masia und spielt seit Jahren in einer Mannschaft, die Wert auf ein flüssiges Spiel mit dem Ball legt. Im Hinblick auf die Spieleröffnung aus der Tiefe könnte er durchaus ein Upgrade zu Bürki darstellen - aber braucht es das auch?

Es existiert nur ein vorstellbares Szenario

Denn klar ist: Einer der beiden begabten Schlussmänner müsste auf der Bank sitzen. Dass der BVB die kolportierten 30 Millionen Euro für einen Spieler ohne Einsatzgarantie zahlt, ist aufgrund der nachhaltigen Transferpolitik ausgeschlossen. Und würde Onana zur Nummer eins aufsteigen, so würde sich Bürki berechtigterweise wohl kaum mit dem Platz auf der Bank zufriedengeben. Dafür waren seine Leistungen allen voran in dieser Saison zu stark.

Sinnhaft wäre das Interesse an Onana nur, wenn die Vertragsgespräche mit Bürki scheitern und er nach der Saison eine neue Herausforderung annehmen will. Da sich dieses Szenario überhaupt nicht abzeichnet, wäre eine Verpflichtung des Ajax-Keepers zu riskant für das Mannschaftsgefüge - denn eigentlich herrscht überhaupt kein Bedarf im Tor.