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Die Rekordspieler von Borussia Dortmund: Hummels & Schmelzer in den Top 10

Philipp Geiger
Zählen zu den BVB-Rekordspielern: Mats Hummels (l.) und Marcel Schmelzer
Zählen zu den BVB-Rekordspielern: Mats Hummels (l.) und Marcel Schmelzer / ODD ANDERSEN/Getty Images
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Borussia Dortmund verliert im Sommer 2021 mit Marcel Schmelzer und Lukasz Piszczek gleich zwei Urgesteine. Nach 16 bzw. elf Jahren werden die auslaufenden Verträge der Routiniers nicht mehr verlängert. Die beiden Außenverteidiger finden sich wenig überraschend unter den BVB-Rekordspielern wieder. Die Top 20 gibt es hier im Überblick zu sehen.

20. Stephane Chapuisat (284 Einsätze)

Stephane Chapuisat
Erzielte weit über 100 Tore für Borussia Dortmund: Stephane Chapuisat / Stu Forster/Getty Images

Acht Spielzeiten lang ging Chapuisat, der im Sommer 1991 von Bayer 05 Uerdingen verpflichtet wurde, für die Schwarz-Gelben auf Torejagd. Mit seinen insgesamt 123 Treffern ist der 51-Jährige hinter Pierre-Emerick Aubameyang der zweiterfolgreichste ausländische Torjäger des BVB. 1999 kehrte der Schweizer wieder in sein Heimatland zurück.

19. Wilhelm Sturm (285 Einsätze)

BVB-Choreo
Wilhelm Sturm trug ein Jahrzehnt lang das BVB-Trikot / INA FASSBENDER/Getty Images

Vom VfB Günnigfeld wechselte Sturm 1961 zum BVB, wo er bis zu seinem Karriereende (1971) spielte. Mit der Borussia wurde der gebürtige Bochumer nicht nur deutscher Meister (1962/63), sondern gewann auch den DFB-Pokal (1965) sowie den Europapokal der Pokalsieger (1966). Am 05. November 1996 verstarb der Mittelfeldspieler im Alter von 56 Jahren.

18. Mirko Votava (291 Einsätze)

Thomas Helmer & Mirko Votava
Zählt zu den Bundesliga-Rekordspielern: Mirko Votava (r.) / Christof Koepsel/Getty Images

Mit 544 Einsätzen findet sich Votava unter den Bundesliga-Rekordspielern auf Platz fünf wieder. 189 Mal lief der spätere Werder Profi, der 1974 aus der Dortmunder U19 in den Profikader aufgerückt war, für die Schwarz-Gelben im deutschen Fußball-Oberhaus auf. Nach seinem Abschied vom BVB spielte der 65-Jährige zunächst drei Spielzeiten lang im Ausland, ehe er an die Weser wechselte.

17. Andreas Möller (301 Einsätze)

Andreas Möller
Beendete 2004 seine Karriere: Andreas Möller / Ben Radford/Getty Images

Den Welt- und Europameister verschlug es während seiner aktiven Zeit zweimal nach Dortmund. Während sein erstes Gastspiel beim BVB zweieinhalb Jahre dauerte (bis Sommer 1990), blieb Möller der Borussia nach seiner Rückkehr im Juli 1994 deutlich länger erhalten. Mit seinem Wechsel zu Schalke 04 im Jahr 2000 hat der 53-Jährige bei den BVB-Fans allerdings viele Sympathien verspielt.

16. Christian Wörns (303 Einsätze)

Christian Wörns
Bestritt 66 Länderspiele: Christian Wörns / Stuart Franklin/Getty Images

Stolze 12,6 Millionen Mark soll Borussia Dortmund im Sommer 1999 bezahlt haben, um den Ex-Leverkusener von Paris Saint-Germain loszueisen. Wörns spielte bis zu seinem Karriereende (2008) für Schwarz-Gelb. Über eine Meisterschaft (2001/02) durfte sich der Innenverteidiger, der 66 Mal für die DFB-Elf im Einsatz war, während seiner Dortmunder Zeit freuen.

15. Marco Reus (315 Einsätze)

Marco Reus
Aktueller Kapitän der Dortmunder: Marco Reus / Matthias Hangst/Getty Images

Nach siebeneinhalb Jahren kehrte der einstige Jugendspieler 2012 wieder zur Borussia zurück. Rund 17 Millionen Euro Ablöse überwies Dortmund für den heutigen Kapitän an Borussia Mönchengladbach. Seither wurde der 32-Jährige immer wieder von teils auch schweren Verletzungen zurückgeworfen, weshalb Reus aktuell "nur" 315 Einsätze für den BVB in seiner Vita stehen hat.

14. Alfred "Aki" Schmidt (326 Einsätze)

Aki Schmidt
Aki Schmidt wurde mit Borussia Dortmund zweimal deutscher Meister / Boris Streubel/Getty Images

2016 trauerte Borussia Dortmund um Vereinslegende Aki Schmidt, der am 11. November nach kurzer und schwerer Krankheit im Alter von 81 Jahren verstorben ist. Mit dem BVB (1956 - 1968) holte der ehemalige Kapitän nicht nur zwei Meistschaften (1956/57 & 1962/63), sondern auch den DFB-Pokal (1965) sowie den Europapokal der Pokalsieger (1966).

13. Stefan Klos (339 Einsätze)

Stefan Klos
Kam in jungen Jahren von Eintracht Dortmund zum BVB: Stefan Klos / Etsuo Hara/Getty Images

In 339 Partien hütete Klos, der sich Anfang Januar 1999 in Richtung Glasgow verabschiedet hat, das Tor der Schwarz-Gelben. Der 49-Jährige wechselte in der U19 von Eintracht Dortmund zum BVB, wo er zur Saison 1990/91 in den Profikader hochgezogen wurde. 2007 hängte der gebürtige Dortmunder seine Torwarthandschuhe an den Nagel.

12. Günter Kutowski (344 Einsätze)

Günter Kutowski
Verbrachte den Großteil seiner Karriere beim BVB: Günter Kutowski / Clive Brunskill/Getty Images

1984 kam Kutowski als 18-Jähriger zum BVB, dem er zwölf Spielzeiten lang die Treue hielt. Nach seiner zweiten Meisterschaft mit den Schwarz-Gelben in der Saison 1995/96 kehrte der Innenverteidiger wieder nach Paderborn zurück. Seit seinem Karriereende ist der 55-Jährige als Spielerberater unterwegs.

11. Sebastian Kehl (362 Einsätze)

Sebastian Kehl
Wird im Sommer 2022 in die Fußstapfen von Sportdirektor Michael Zorc treten: Sebastian Kehl / Boris Streubel/Getty Images

Der 31-fache Nationalspieler hatte bereits dem FC Bayern zugesagt, entschied sich Anfang 2002 jedoch für einen Wechsel zum BVB. Drei Meisterschaften, ein DFB-Pokal-Gewinn und zwei Superpokalsiege sprangen für den 41-Jährigen bis zum Ende seiner aktiven Laufbahn im Sommer 2015 heraus. Drei Jahre später kehrte Kehl als Leiter der Lizenzspielerabteilung nach Dortmund zurück.

10. Dieter "Hoppy" Kurrat (363 Einsätze)

BVB-Fans
Verstarb im Oktober 2017: Dieter Kurrat / VI-Images/Getty Images

Kurrat brachte es zwar bloß auf eine Körpergröße von 1,62 Metern, zählt dafür allerdings zu den größten Vereinslegenden. Stolze 15 Jahre lang (1959 - 1974) war der Rechtsverteidiger Teil der Mannschaft, die in den 60er Jahren unter anderem die Meisterschaft (1962/63) gewinnen konnte. Mit 75 Jahren verstarb der gebürtige Dortmunder am 27.10.2017.

9. Marcel Schmelzer (367 Einsätze)

Marcel Schmelzer
Bestritt in der abgelaufenen Saison kein einziges Pflichtspiel: Marcel Schmelzer / INA FASSBENDER/Getty Images

In seiner 16. und zugleich letzten Saison beim BVB konnte Schmelzer aufgrund einer Knie-OP im vergangenen Sommer kein einziges Pflichtspiel bestreiten. Trotz seines Ende Juni auslaufenden Vertrags wird der 33-Jährige bis zum Ende seiner Reha in Dortmund bleiben. Ans Karriereende denkt der zweimalige deutsche Meister und dreimalige DFB-Pokalsieger aktuell nicht. Der Linksverteidiger liebäugelt nach dem Ende seiner Reha mit einem Wechsel ins Ausland.

8. Lothar Huber (369 Einsätze)

Signal Iduna Park
Stand 13 Jahre lang beim BVB unter Vertrag: Lothar Huber / Reinaldo Coddou H./Getty Images

Auf der Suche nach einem Nachfolger für "Hobby" Kurrat wurde der BVB beim 1. FC Kaiserslautern fündig. Zur Saison 1974/75 wechselte Huber ins Ruhrgebiet, wo er 13 Jahre später seine Fußballschuhe an den Nagel hängte. Ein Titelgewinn mit Dortmund war dem 69-Jährigen allerdings nicht vergönnt.

7. Lukasz Piszczek (382 Einsätze)

Lukasz Piszczek
Kehrt im Sommer zu seinem Jugendklub Goczalkowice-Zdroj zurück: Lukasz Piszczek / Matthias Hangst/Getty Images

Nach elf Spielzeiten bricht Piszczek in diesem Sommer seine Zelte in Dortmund ab und kehrt in sein Heimatland zurück. In seiner letzten Saison beim BVB spielte der Pole lange Zeit kaum eine Rolle. Nach der schweren Verletzung von Mateu Morey war der 35-Jährige jedoch zur Stelle und zeigte nicht nur beim DFB-Pokal-Triumph in Berlin eine gute Leistung.

6. Dede (398 Einsätze)

Dede
Beendete 2014 seine aktive Laufbahn: Dede / Stuart Franklin/Getty Images

Nach seiner zweiten Meisterschaft mit Dortmund (2010/11) wechselte der Linksverteidiger in die Türkei, wo er die letzten drei Jahre seiner Karriere verbrachte. Zum BVB kam der 43-Jährige im Sommer 1998. Über sechs Millionen Mark Ablöse legten die Schwarz-Gelben für den Brasilianer auf den Tisch.

5. Mats Hummels (398 Einsätze)

Mats Hummels
Rekordspieler aus dem aktuellen Kader: Mats Hummels / BSR Agency/Getty Images

Anfang Januar 2008 wechselte der Weltmeister erstmals vom FC Bayern zum BVB, für den er zunächst bis 2016 auflief. Anschließend folgten drei weitere Jahre beim Rekordmeister, ehe Hummels 2019 wieder nach Dortmund zurückkehrte. Bleibt der 32-jährige Innenverteidiger in der nächsten Saison von größeren Verletzungen verschont, stehen die Chancen auf Platz drei sehr gut.

4. Lars Ricken (407 Einsätze)

Lars Ricken
Nachwuchskoordinator beim BVB: Lars Ricken / Stuart Franklin/Getty Images

Mit seinem legendären Treffer zum 3:1-Endstand im Champions-League-Finale 1997 gegen Juventus Turin machte sich das Dortmunder Eigengewächs unsterblich. Bis zu seinem Karriereende im Februar 2009 trug der 44-Jährige ausschließlich Schwarz-Gelb. Mittlerweile ist Ricken beim BVB seit über einem Jahrzehnt als Nachwuchskoordinator tätig.

3. Stefan Reuter (421 Einsätze)

Stefan Reuter
Wurde Welt- und Europameister: Stefan Reuter / Stuart Franklin/Getty Images

Der Sportchef vom FC Augsburg feierte während seiner Dortmunder Zeit (1992 - 2004) große Erfolge. Neben dem Champions-League-Titel 1997 gewann der 54-Jährige mit dem BVB auch drei Meisterschaften (1994/95, 1995/96, 2001/02) und den Weltpokal (1997). Den DFB-Pokal durfte der Weltmeister allerdings nie in die Höhe stemmen.

2. Roman Weidenfeller (453 Einsätze)

Roman Weidenfeller
Machte nach der Saison 2017/18 Schluss: Roman Weidenfeller / Power Sport Images/Getty Images

Weidenfeller schaffte einst beim 1. FC Kaiserslautern den Sprung in den Profikader und wechselte im Sommer 2002 ablösefrei zum BVB, der 16 Jahre lang seine fußballerische Heimat sein sollte. Nach seinem Karriereende blieb der 40-jährige Weltmeister den Borussen als Marketingmitarbeiter erhalten.

1. Michael Zorc (571 Einsätze)

Michael Zorc
Übernahm nach seinem Karriereende den Posten des Sportdirektors: Michael Zorc / Frederic Scheidemann/Getty Images

Mit großem Abstand findet sich Zorc, der 1978 zur U17 des BVB gewechselt war, auf Platz eins wieder. Zwei Jahrzehnte lang trug der Mittelfeldspieler das Dortmunder Trikot und erzielte im Profibereich 158 Treffer. Nach seinem Karriereende übernahm der gebürtige Dortmunder den Posten des Sportdirektors, den er bis heute ausübt.

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