BVB gewinnt Chaos-Spiel gegen Augsburg: Alles beim Alten in Dortmund

Oscar Nolte
Jude Bellingham
Jude Bellingham / Lars Baron/GettyImages
facebooktwitterreddit

Borussia Dortmund gewinnt ein unglaublich wildes Bundesliga-Spiel mit 4:3 gegen den FC Augsburg. Es sind drei Punkte für die Borussia, aber sicher nicht der Restart, den sich die Schwarz-Gelben im neuen Jahr erhofft hätten. Viel eher lässt sich feststellen: viel Neues gab's in Dortmund nicht.


Wer diesen BVB beschreiben möchte, sollte versuchen, das Spiel gegen Augsburg in Worte zu fassen.

Bis zum 1:0 durch Jude Bellingham nach einer halben Stunde machte der BVB ein sehr gutes, konzentriertes und vielversprechendes Spiel. Ganz schnell entstand da der Eindruck: die Winterpause hat der Borussia gut getan, über den Jahreswechsel wurde an den richtigen Schrauben gedreht.

BVB zeigt sich wieder fahrlässig und kopflos

Anderthalb Stunden später sieht die Welt ganz anders aus. Der BVB ist - wieder einmal - völlig eingebrochen und hat das Spiel gegen den FCA nur dank der individuellen Klasse von den eingewechselten Jamie Bynoe-Gittens und Gio Reyna gewonnen. Der BVB hat - wieder einmal - völlig unnötige Geschenke verteilt und wirkte dabei schlichtweg arrogant: anders kann man sich die Fehler, das Verhalten gegen den Ball von Nico Schlotterbeck und Salih Özcan nicht erklären.

Und schließlich ist da noch die große Planlosigkeit, die sich nach dem Seitenwechsel breit machte. Augsburg spielte defensiv extrem diszipliniert und fand viele Mittel gegen einen BVB, der einfach keine Idee zu haben scheint, wie er Fußball spielen möchte. Im Endeffekt landet der Ball bei Jude Bellingham, der etwas initiieren soll und schließlich bleibt es dann an Einzelaktionen hängen. Gegen den Ball ist das Spiel der Borussia ohnehin vogelwild; da macht jeder, was er will.

Am Ende ist das Spiel gegen Augsburg so ziemlich das, was der BVB auch in der Hinrunde angeboten hat: Planlosigkeit, Kopflosigkeit, Anfälligkeit für individuelle Fehler und Schludrigkeit - aber eben auch eine starke individuelle Qualität. Oder präziser: der BVB hat eben auch Jude Bellingham. Alles beim Alten also in Dortmund; Hoffnung macht das nicht.


Alles zum BVB bei 90min:

facebooktwitterreddit