Bundesliga

Bundesliga-Torjägerkanone 2022/23: Die Anwärter auf den Lewandowski-Thron im Ranking

Dominik Hager
Lewandowski hatte in den vergangenen Jahren ein Abo auf die Torjägerkanone
Lewandowski hatte in den vergangenen Jahren ein Abo auf die Torjägerkanone / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Jahrelang war Robert Lewandowski der klare Dominator, wenn es darum ging, wer die Torjäger-Kanone holt. Der polnische Angreifer wurde zuletzt in der Saison 2016/17 von Aubameyang besiegt. Nun spielt aber Lewandowski nicht mehr in der Bundesliga und auch Erling Haaland hat das Weite gesucht. Die Karten werden also in Hinblick auf die kommende Saison neu gemischt. Wir sehen uns an, wer die Favoriten auf die Torjäger-Kanone 2022/23 sind.


1. Patrik Schick

Patrik Schick
Alex Grimm/GettyImages

Im Vorjahr wurde Patrik Schick nur von Robert Lewandowski geschlagen, konnte aber Erling Haaland hinter sich lassen. Aufgrund von Verletzungen konnte Schick lediglich 26 Bundesligaspiele absolvieren, legte mit 24 Toren aber eine tolle Quote hin. Mit seiner überragenden EM 2021 scheint beim Tschechen der Knoten so richtig geplatzt zu sein. Der Angreifer ist enorm kalt vor dem gegnerischen Kasten und hat tolle Offensivspieler wie Diaby und spätenstens in der Rückrunde auch wieder Wirtz an seiner Seite. Bleibt Schick verletzungsfrei, ist er der Favorit für die Torjägerkanone.

2. André Silva

Andre Silva
Juan Manuel Serrano Arce/GettyImages

André Silva hat mit seinen 28 Toren in der Saison 2020/21 bereits zeigen können, dass er gigantische Zahlen auflegen kann. Eigentlich gibt es keinen Grund, dass er in Leipzig nicht an seine Quote aus Frankfurter Zeiten herankommen kann. Trotz seiner enttäuschenden Bilanz von elf Bundesliga-Toren in der letzten Saison, sollte man den 26-Jährigen nicht abschreiben. Silva weiß, wo das Tor steht, hat alle Fähigkeiten und ein tolles Team an seiner Seite. Mit ein wenig mehr Selbstvertrauen und Glück ist der Portugiese definitiv ein Kandidat für die Torjäger-Kanone.

3. Sébastien Haller

Dutch Eredivisie"Vitesse Arnhem v Ajax Amsterdam"
ANP/GettyImages

Sébastien Haller hat die große Aufgabe vor sich, den Abgang von Erling Haaland zu kompensieren. Es ist schwierig abzuschätzen, wie viele Buden der neue BVB-Stürmer machen kann. In der vergangenen Saison hat er erstmals in seiner Profi-Laufbahn die 20-Tore-Marke übertroffen und 21-Liga-Treffer erzielt. Diese allerdings nur in der Eredivisie, die nicht so stark wie die Bundesliga und die Premier League ist. Seine elf Tore in acht Spielen in der Champions League beweisen jedoch, dass er es auch auf Top-Ebene kann. In der Bundesliga liegt sein Bestwert derzeit bei 15 Treffer. Diese Bilanz sollte er mit dem BVB toppen. Geht es aber auch in Richtung 22-25 Tore? Man darf gespannt sein.

4. Sadio Mané

Sadio Mane
Adam Pretty/GettyImages

Sadio Mané ist aus Bundesliga-Sicht der Sensationskauf der Transferperiode. Der Senegalese hat in der vergangenen Saison 16 Premier-League-Treffer erzielt, konnte vor drei Jahren aber auch schon mal 22 Buden erzielen. In der Bundesliga könnte er diese Zahlen vielleicht sogar noch mal toppen. Es wird ein wenig davon abhängen, in welcher Rolle Mané jetzt wirklich eingeplant ist. Sollte beim FC Bayern kein klarer Stamm-Neuner mehr kommen, könnte der Ex-Liverpool-Star in vorderster Front spielen. Ist dies der Fall, gehört er auch zu den ganz heißen Anwärtern auf die Torjäger-Kanone.

5. Christopher Nkunku

Christopher Nkunku
Alexander Hassenstein/GettyImages

Christopher Nkunku hat in der Vorsaison eine fast schon unheimlich gute Spielzeit hingelegt. Der Franzose hat in der Liga 20 Treffer und wettbewerbsübergreifend sogar 32 Tore markiert. Hinzu kamen insgesamt 20 Vorlagen. Es ist keineswegs ausgeschlossen, dass Nkunku an diese Zahlen wieder herankommt. Immerhin darf man davon ausgehen, dass die RB-Offensive im kommenden Jahr eher noch besser harmoniert als 2021/22. Es ist durchaus legitim anzunehmen, dass eher Silva als Nkunku seine Bilanz in der kommenden Spielzeit aufbessert, jedoch wird auch Nkunku wieder für Furore und höchstwahrscheinlich auch viele Tore sorgen.

6. Lucas Alário

Lucas Alario
Jam Media/GettyImages

Der Argentinier stand zuletzt bei Bayer 04 Leverkusen im Schatten von Patrik Schick, konnte aber in all den Jahren zeigen, dass er weiß, wo das Tor steht. In Frankfurt könnte Alário nun endlich unumstrittener Stammstürmer sein und von genialen Vorbereitern wie Götze und Kostic bedient werden. Fungiert Alário wie einst Silva als Zielspieler, kann er mit seinem Killer-Instinkt sowie seiner Kopfball- und Abschlussstärke definitiv für eine Überraschung sorgen. Seine bisherige Bestmarke stammt aus der Saison 2020/21, in der der Südamerikaner nur gut 1.200 Spielminuten für elf Treffer benötigte. Das zeigt, wohin es für ihn gehen kann.

7. Anthony Modeste

Anthony Modeste
Alexandra Beier/GettyImages

Mit 20 Saisontoren musste Anthony Modeste in der letzten Saison lediglich Lewandowski, Schick und Haaland den Vortritt lassen. Modeste ist ein Kopfball-Ungeheuer, wahnsinnig abschlussstark und mit einem glänzenden Torinstinkt ausgestattet. Wird der Franzose als Zielspieler richtig eingesetzt, so kann er heiß laufen. In der letzten Saison war dies nach langer Zeit mal wieder absolut der Fall. Ob der Routnier noch mal eine solche Spielzeit hinlegen kann, erscheint jedoch fraglich. Zudem ist ja noch nicht mal sicher, ob Modeste überhaupt in Köln und der Bundesliga bleibt.

8. Serge Gnabry

Serge Gnabry
Adam Pretty/GettyImages

Klar ist, dass die Bayern-Offensive auch ohne Lewandowski zahlreiche Tore erzielen wird. Doch wie werden sich die Tore nun aufteilen? Es ist anzunehmen, dass Serge Gnabry, der ohnehin schon immer ein guter Torjäger war, nun noch mehr Buden erzielt. Wie viele es letztlich werden, hängt von seiner exakten Rolle ab. Es könnte der Fall eintreten, dass Gnabry und Mané eine Art Doppelspitze abgeben. In diesem Szenario scheinen 20 Saisontore für den deutschen Nationalspieler absolut möglich zu sein. Es könnte aber natürlich auch der Fall eintreten, dass ein neuer Stürmer kommt, Mané auf den Flügel rückt und für Gnabry nur die Bank bleibt.

9. Sasa Kalajdzic

Sasa Kalajdzic
Christian Kaspar-Bartke/GettyImages

Verletzungsbedingt konnte Sasa Kalajdzic in der vergangenen Spielzeit nur sechs Treffer erzielen. In der Saison davor waren es hingegen 16 Buden. Kommt der Sturm-Hüne ohne Blessuren durch die Saison, besteht durchaus die Möglichkeit darauf, dass er wieder 16-20 Tore erzielt. Dafür müsste jedoch auch sein kongenialer Partner Borna Sosa bleiben und der VfB insgesamt eine bessere Figur machen. Es bestände natürlich auch noch die Möglichkeit, dass Kalajdzic wechselt. Solle es dann sogar doch der FC Bayern werden, hätte der Österreicher natürlich nicht die schlechtesten Chancen, im Ranking ganz oben mitzuspielen.

10. Andrej Kramaric

Andrej Kramaric
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Mit mickrigen sechs Toren blieb Kramaric in der Vorsaison deutlich hinter den Erwartungen zurück. Der Kroate hatte im Jahr zuvor noch mit 20 Treffern auf sich aufmerksam gemacht. Der Hoffenheim-Stürmer hat eigentlich das Können, regelmäßig 20 Tore zu liefern, ist jedoch zu unkonstant im Abschluss. Dieser wollte im Vorjahr einfach zu selten gelingen. Entdeckt er jedoch seine Kaltschnäuzigkeit wieder, könnte er allerdings zu den Top-Torjägern der Liga zählen. Dabei kommt es aber auch darauf an, ob sein Fokus mehr auf das Tore erzielen oder mehr auf das Tore vorbereiten liegt.

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