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Borussia Mönchengladbach

Quo vadis, Borussia Mönchengladbach? Trübe Aussichten bei der Fohlenelf

Simon Zimmermann
Quo vadis, Max Eberl?
Quo vadis, Max Eberl? / Matthias Hangst/GettyImages
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Es gibt gute Zeiten - und schlechte. Das weiß man nicht erst seit der beliebten TV-Serie auf RTL. Am Niederrhein sind die Wolken auch nach dem Jahreswechsel eher trüb.


Zum Rückrundenauftakt reisen die Fohlen am Freitag nach München. Verzichten muss man gegen den Rekordmeister u.a. auf Denis Zakaria, Joe Scally (COVID-19) und Ramy Bensebaini (Afrika Cup). Die Aussichten auf ein drittes starkes Spiel gegen den Rekordmeister nach dem 1:1 zum Bundesliga-Auftakt und dem 5:0 im DFB-Pokal könnten besser sein.

Was auch an der generellen Stimmungslage in Mönchenlgadbach liegt. Die Hinrunde wurde mit Platz 14 verhunzt. Die Personallage ist äußerst angespannt. Was nur zum Teil an den Ausfällen liegt. Und vielmehr an der Entwicklung bei den zahlreichen Transfer-Storylines rund um die Fohlenelf.

Zakaria, Ginter & Co: Wer verlässt Gladbach schon im Winter?

Denis Zakaria und Matthias Ginter werden Gladbach definitiv verlassen - spätestens im kommenden Sommer und dann ablösefrei. Weitere Stars wie Marcus Thuram können oder sollen folgen. Am liebsten wäre es Sportchef Max Eberl wohl, schon einige Spieler im Januar abgeben zu können und so wichtige Einnahmen zu generieren.

"Wenn es für irgendeinen Spieler bei uns ein herausragendes Angebot gibt, dann müssen wir uns hinsetzen und entscheiden", so Eberl im Sky-Interview. Aber: "Der Januar-Markt ist nicht gerade der ergiebigste", weiß auch der Fohlen-Macher.

Während Ginter betonte, er wolle erst im Sommer wechseln, könnte Zakaria für eine kleine Ablöse an den Mann gebracht werden. Das aktuellste Gerücht: Juventus Turin will schon im Januar ernst machen und den Schweizer nach Italien locken. Möglich, dass man etwa in Dortmund mit einem Angebot nachziehen könnte.

Neben den beiden sicheren Abgängen gilt auch Hannes Wolf als Abschiedskandidat. Der Österreicher ist bei Adi Hütter außen vor. Ein Winter-Wechsel, ob per Leihe oder fest, wäre aus Gladbacher Sicht die beste Lösung. Mit Rapid Wien und Celtic Glasgow gibt es laut kicker zwei mögliche Abnehmer.

Gladbachs schwierige Lage: Kann sie Eberl lösen?

So oder so: Eberl befindet sich in einer äußerst heiklen Lage. Die Kassen bei der Borussia sind ganz offensichtlich leer. Die Geisterspiele kosten allein im Januar "drei, vier, fünf Millionen Euro", wie Eberl bestätigte.

Der Bedarf an Sofort-Verstärkungen ist da - die Mittel, um diese zu bekommen nicht. "Jetzt muss man schauen, was tatsächlich in der Kasse ist, um dann auch was ausgeben zu können", erklärte Eberl gewohnt kryptisch.

Gladbachs Manager steht unter dem enormen Druck, kurzfristige Einnahmen generieren zu müssen, um selbst tätig werden zu können. Die Marktpotenziale im Januar sind aber sehr gering. Wolf würde - wenn überhaupt - kaum etwas einbringen, Ginter will erst im Sommer wechseln. Und bei Zakaria kann man auf keine große Ablöse hoffen. Im Bestfall liefern sich zwei bis drei Klubs einen Bieterstreit, der Gladbach noch zwischen sieben und zehn Millionen Euro Ablöse bringt.

Ob dieser Betrag ausreicht, um die Kasse so zu füllen, dass man damit gute Sofort-Verstärkungen verpflichten kann? Es bleibt vorerst trübe am Niederrhein!


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