Boldt ein Kandidat für Mislintat-Nachfolge - Übersicht zu den VfB-Favoriten

Yannik Möller
Jonas Boldt
Jonas Boldt / Cathrin Mueller/GettyImages
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Mit dem Abschied von Sven Mislintat hat sich der VfB Stuttgart eine große Baustelle aufgemacht. Die Suche nach dem neuen Sportdirektor soll zeitnah abgeschlossen werden können. Offenbar zählt auch Jonas Boldt zum aktuellen Kandidatenkreis.


Kaum ein Verantwortlicher war in den letzten Jahren so sehr für den sportlichen Aufstieg der Schwaben verantwortlich wie Sven Mislintat. Der Sportdirektor schuf ein eingeschworenes Team, mit Pellegrino Matarazzo als Trainer an der Spitze, sorgte für den Aufstieg und ließ den Wert des Kaders spürbar steigen.

Kurzum: Der Sportdirektor sorgte für eine gute Grundlage, auf der die Stuttgarter aufbauen können - wenngleich die vergangene und auch aktuelle Saison aufgrund mehrerer Faktoren eher wackelig erscheint.

Dass sich der VfB mit ihm nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen konnte, und beide Parteien nun schon vorzeitig getrennte Wege gehen, bereitet vielen Fans große Sorgen. Immerhin steht Interimscoach Michael Wimmer vor einer ungewissen Zukunft, während der Abstieg droht und nun auch der Sportdirektor-Posten unbesetzt ist.

Die Mislintat-Nachfolge möchte Stuttgart aber möglichst zeitnah klären. Noch vor Weihnachten soll geklärt sein, wer das Amt übernimmt.

Sven Mislintat
Sven Mislintat / Matthias Hangst/GettyImages

Kandidatenkreis für Mislintat-Nachfolge: Boldt dabei - Wohlgemuth als Favorit?

Zuletzt galten bereits Marcus Mann von Hannover und Rachid Azzouzi von Fürth als Schattenmänner. Im Falle einer Trennung von Mislintat, so hieß es in der letzten Woche, würden die beiden näher ins Blickfeld rücken.

Eine Annäherung hat es seitdem aber offenbar nicht gegeben. Was einerseits daran liegen könnte, dass sie - insbesondere Mann - auch bei anderen Vereinen auf dem Zettel stehen. Andererseits sind in der Zwischenzeit aber auch weitere Kandidaten in den Fokus gerückt.

Dem Hamburger Abendblatt zufolge beschäftigt sich der VfB auch mit Jonas Boldt. Stuttgarts Vorstandschef Alexander Wehrle hatte mit dem Sportvorstand des HSV bereits im Sommer wegen des Transfers von Josha Vagnoman Kontakt. Das Blatt möchte aus Stuttgarter Kreisen erfahren haben, dass Boldt zum aktuellen Kandidatenkreis zählt - neben Mann und Azzouzi.

Die unklare Vertragslage in Hamburg, weil sich der Aufsichtsrat noch immer nicht richtig formiert hat, sorgt womöglich für Gedankenspiele beim 40-Jährigen. Schon längst wollte er mit Tim Walter verlängern. Das ist aber erst dann möglich, wenn auch sein Arbeitspapier ausgeweitet wurde. Dieser gesamte Prozess zieht sich bereits seit vielen Wochen hin. Potenzieller Frust wäre mehr als verständlich.

Jonas Boldt
Boldt wird höchstwahrscheinlich beim HSV bleiben / Cathrin Mueller/GettyImages

Und trotzdem soll Boldt nicht zu den absoluten Favoriten im Ländle gehören. Als Grund ist dafür sein Vorhaben, weiter beim HSV zu bleiben, anzusehen. Er möchte den Klub eigentlich nicht verlassen. Weil die Schwaben eine zeitnahe Lösung suchen und Boldt für die neuen Verträge aber noch auf die Formierung des Aufsichtsrats warten muss, erscheint ein Wechsel unrealistisch zu sein.

Stattdessen gilt Fabian Wohlgemuth derzeit als Favorit. Einem Bericht von Sky zufolge hat der VfB-Aufsichtsrat die Personalie bereits abgesegnet.

Wohlgemuth ist seit 2020 als Sport-Geschäftsführer beim SC Paderborn tätig. Zuvor hatte er bei Holstein Kiel und auch im Jugendbereich des VfL Wolfsburg gearbeitet. Da er jedoch noch einen laufenden Vertrag hat, müssten sich die beiden Vereine auf eine Entschädigungszahlung einigen.

Da sich die Führungsetage des Bundesligisten aber für ihn ausgesprochen zu haben scheint, dürfte nun versucht werden, eben jene Einigung auch zeitnah zu erzielen.


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