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Transfer

Bleibt Kylian Mbappé doch bei PSG?

Guido Müller
Bleibt Kylian Mbappé tatsächlich noch ein weiteres Jahr in Paris?
Bleibt Kylian Mbappé tatsächlich noch ein weiteres Jahr in Paris? / Xavier Laine/Getty Images
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Kommando zurück! Der von vielen in diesem Sommer erwartete Wechsel von PSG-Stürmer Kylian Mbappé zu Real Madrid wird wohl nicht stattfinden. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Wie die spanische Sport berichtet, wird ein Wechsel von Weltmeister Kylian Mbappé in diesem Jahr nicht über die Bühne gehen.

Mbappé will den bis 2022 laufenden Vertrag erfüllen

Demnach sollen der Spieler und sein unmittelbares Umfeld (Berater des 22-Jährigen sind seit jeher seine Eltern Wilfried und Jayza) bereits die Entscheidung getroffen haben, den im Sommer 2022 auslaufenden Kontrakt mit dem französischen Meister zu erfüllen.

Obwohl das Wort "Vertragsverlängerung" nicht einmal im Artikel vorkommt, kann man natürlich davon ausgehen, dass PSG nicht bereit sein wird, ab dem kommenden Juli mit Mbappé in dessen letztes Vertragsjahr zu gehen, denn dann würden sie im Sommer 2022 keinen Cent mehr für ihn bekommen.

Von daher kann logisch abgeleitet werden, dass es in den kommenden Wochen und Monaten zu einer Vereinbarung über eine wie auch immer gestaltete Vertragsverlängerung, vielleicht auch nur um ein Jahr, zwischen Klub und Spieler kommen muss.

Kylian Mbappé beim Torjubel
Kylian Mbappé beim Torjubel / Xavier Laine/Getty Images

Der Spieler soll die Entscheidung, zumindest bis 2022 in der Stadt des Lichts zu bleiben, auch aufgrund der seit vergangenem Jahr gewaltig veränderten Umstände (Corona) gefällt haben. Ein Wechsel mitten in der schlimmsten Pandemie seit Jahrzehnten komme deshalb für ihn nicht in Frage.

Als gebürtiger Pariser fühle er sich überdies dem Klub seiner Geburtsstadt verbunden und habe das Gefühl, mit dem Projekt bei PSG noch nicht am Ende zu sein. Zumal der Verein im Jahr 2017 bereit war, eine Menge Geld auf den damaligen Jungstar von der AS Monaco zu setzen.

Verschiebung des Transfers um ein Jahr ergibt auch für Real Sinn

Auch für Real Madrid, bislang der am besten positionierte Klub im Rennen um einen der begehrtesten Angreifer der Welt, könnte diese Entscheidung Sinn ergeben. Finanziell zumindest. Denn die globale Covid19-Krise ist auch an den Königlichen nicht spurlos vorbeigegangen, was sich exemplarisch an dem sich wie Kaugummi ziehenden Vertragspoker mit Sergio Ramos darstellen lässt.

Und wie gesagt: aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Der mittel- bis langfristige Plan Mbappés ist weiterhin, der heimischen Ligue1 den Rücken zu kehren und bei einem der schillerndsten Vereine der Welt anzuheuern.

Dafür sei es - nach seinen eigenen Worten - noch nicht einmal notwendig, dass Mbappés Landsmann Zinédine Zidane auch dann noch Trainer der Blancos ist, wenn der Transfer dann definitive Gestalt annimmt.

Bei aller Nachvollziehbarkeit des Berichts muss aber dennoch ein kleines "aber" gesetzt werden: Die Zeitschrift Sport ist in Barcelona ansässig, was eine bisweilen tendenziöse Berichterstattung nach sich zieht (wie übrigens auch bei Madrider Medien gegenüber den Erzrivalen aus Barcelona betreffenden Themen).

Zumal der Artikel auch komplett ohne zitierte Aussagen der direkt involvierten Personen (sei es von Mbappé selbst oder von Verantwortlichen der beiden Klubs) daherkommt und somit eher im spekulativen Raum bleibt.

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