Frauen-Bundesliga

Die besten Außenstürmerinnen der vergangenen Frauen-Bundesliga-Saison

Helene Altgelt
Paris Saint-Germain v Bayern Munchen: Quarter Final Second Leg - UEFA Women's Champions League
Paris Saint-Germain v Bayern Munchen: Quarter Final Second Leg - UEFA Women's Champions League / John Berry/GettyImages
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Dribblings, Flanken, Sololäufe: Gute Flügelspielerinnen sind ein Garant für Kreativität und Unberechenbarkeit im Angriff. Im Positionscheck der Frauen-Bundesliga-Saison 2021/22 heute: Wer konnte auf außen für die meiste Gefahr sorgen?

1. Svenja Huth

Svenja Huth
Bayern München - VfL Wolfsburg - Women's DFB Cup Semi Final / Sebastian Widmann/GettyImages

Svenja Huth ist schon jahrelang Nationalspielerin und bringt konstante Leistungen, aber diese Saison hat sie ihr Spiel nochmal auf ein neues Niveau gehoben. Die 31-Jährige übernahm diese Saison mehr Verantwortung als je zuvor beim VfL Wolfsburg, führte teilweise als Kapitänin das Team an und war in den wichtigen Momenten eine Schlüsselspielerin. Huth zeichnen eine gute Technik, Ballkontrolle und präzise Flanken aus. Meistens auf der linken Seite oder im offensiven Mittelfeld eingesetzt, gelingt es ihr trotz ihrer Größe von 1,63 oft, sich gegen die Gegenspielerin durchzusetzen und von außen in den Strafraum einzudringen. Sie harmoniert dabei gut mit ihrer schnellen Mitspielerin Tabea Waßmuth und bereitet mit Steckpässen viele Chancen vor. Der Grund für ihre Leistungen? "Ich habe einfach im Moment unglaublich viel Spaß, mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen und unsere Gegner zu bespielen, zu bekämpfen", sagte sie im April.



2. Melissa Kössler

Glodis Viggosdottir and Melissa Kössler
FC Bayern Muenchen v Turbine Potsdam - FLYERALARM Frauen-Bundesliga / Mark Wieland/GettyImages

Dass Melissa Kössler am Ende dieser Bundesliga-Saison den vierten Platz auf der Topscorerliste einnehmen würde, hätten wohl nur wenige erwartet. Schließlich hatte die 22-jährige Flügelstürmerin von Turbine Potsdam in der letzten Saison zwar solide Leistungen gezeigt, ihre Scorerquote war allerdings mit fünf Punkten in 22 Spielen ausbaufähig. 2021/22 gelang ihr dann der Durchbruch: 10 Tore und acht Vorlagen zeugen von einer starken Entwicklung. Zusammen mit Selina Cerci, bis zu ihrem Kreuzbandriss Toptorjägerin, bildete sie für die Turbine ein kongeniales Sturmduo. Kössler ist mit ihren 1,78 Metern sehr durchsetzungsstark, dynamisch und sorgt mit ihrem direkten, schnellen Spiel stets für Gefahr. Zudem hat sie diese Saison ihren Abschluss und ihre Entscheidungsfindung verbessert und ist damit zu einer sehr kompletten Spielerin geworden. Der logische nächste Schritt des Eigengewächses (seit 2006 bei Turbine) führt sie diesen Sommer zur TSG Hoffenheim.

3. Klara Bühl

Klara Buhl
FC Bayern Muenchen v Turbine Potsdam - FLYERALARM Frauen-Bundesliga / Mark Wieland/GettyImages

Klara Bühl hat auch diese Saison bewiesen, dass sie trotz ihrer 21 Jahre bereits eine komplette und intelligente Flügelspielerin ist. Zusammen mit Toptorjägerin Lea Schüller bildet sie für den FC Bayern München ein extrem gefährliches Duo. Flanke Bühl, Kopfball Schüller war diese Saison eine einfache, aber sehr schwer zu verteidigende Kombination. Bühl kann dribbeln, flanken und hat dazu einen starken linken Fuß, der schon für das ein oder andere Tor aus der Distanz verantwortlich war. Sie kann mit ihrer Spielintelligenz sowohl den entscheidenden Pass in die Tiefe spielen, als auch diesen empfangen und macht damit Bayerns Offensive deutlich variabler. Damit war sie diese Saison eine der auffälligsten Akteurinnen des Vizemeisters. Wenn sie nächste Saison aus ihren Chancen noch mehr Tore macht, kann sie noch einen weiteren Schritt in der Entwicklung gehen.

Hier die besten offensiven und defensiven Mittelfeldspielerinnen der Saison im Check.

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