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Bericht: Schalke wollte Uth-Cordoba-Tausch

Jul 1, 2020, 9:22 AM GMT+2
Mark Uth, Jhon Cordoba
Schalke hätte wohl einen Uth-Cordoba-Tausch annehmen wollen | TF-Images/Getty Images
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Zwischen Schalke und dem 1. FC Köln spielt Mark Uth weiterhin eine große Rolle. Die Zukunft des Offensivspielers ist weiterhin ungeklärt - ein Versuch des S04, ihn gegen Jhon Cordoba zu tauschen, sorgte am Rhein für Verwunderung.

Mittlerweile ist die Zeit für den 1. FC Köln, in der sie Mark Uth für die in der Ausstiegsklausel festgeschriebenen zehn Millionen Euro hätten verpflichten können, abgelaufen. Die Frist ist verstrichen, somit wird der 28-Jährige zumindest vorerst zu Schalke 04 zurückkehren.

Die Rückrunden-Leihe war für alle Seiten ein Erfolg: Uth blühte auf, bekam Selbstvertrauen und Einsätze in seiner Lieblingsrolle hinter den Spitzen. Köln konnte der Offensive einen neuen Kick verpassen, der maßgeblich zum Klassenerhalt beitragen konnte, während der S04 einiges an Gehalt einsparte. Nun endet die Leihe, doch der Effzeh würde den gebürtigen Kölner gerne halten - Schalke weicht aber nicht von der geforderten Ablöse ab.

Köln hofft auf erneute Uth-Leihe und Schalke-Druck: S04 mit kostspieligen Plänen

Als eine Art möglichen Tauschdeals hat Königsblau wohl einen Tausch mit Kölns Top-Stürmer Jhon Cordoba vorgeschlagen, berichtet die Sport Bild. Dieser Vorschlag habe für große Verwunderung gesorgt und sei dementsprechend schnell abgelehnt worden. Schließlich ist es auch das Ziel, mit Cordoba zu verlängern, um ihn über 2021 hinaus halten zu können. Uth, so die Kölner Vision, soll dem 13-fachen Torschützen weiterhin zuarbeiten. Das soll auch der Wunsch des Spielers sein, der wohl gerne in seiner Heimatstadt bleiben würde.

Mark Uth, Toni Leistner, Kingsley Schindler
Uth (li.) fühlte sich beim Effzeh sichtlich wohler als auf Schalke | TF-Images/Getty Images

Schalke hingegen möchte einen zweiten Anlauf versuchen, den 2018 von der TSG Hoffenheim verpflichteten Stürmer in die Mannschaft unter David Wagner zu integrieren. In der Hinrunde gelang das keineswegs, trotz einiger erfolgreicher Spiele. Teilweise wirkte Uth sogar wie ein Fremdkörper im S04-Spiel. Das wird Königsblau wissen - deshalb sollen sie insgeheim noch auf ein höheres Angebot hoffen, auch um Köln unter Druck setzen zu können, was eine dann notwendige Ablösesumme betrifft. Eine erneute Leihe, wie Geschäftsführer Horst Heldt sie gerne sehen würde, ist aufgrund der bisherigen Ablehnung seitens Schalke weiterhin unwahrscheinlich.

Heldt wird weiterhin auf Zeit spielen, da der S04 die geschätzten 400.000 Euro im Monat an Uth zahlen muss. Die Verantwortlichen um Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider müssen sich sicher sein, dass er nun endlich einschlagen und somit diese Summe wert sein wird. Die Knappen müssen an allen Ecken und Enden sparen, auch deshalb ist ein Uth-Abschied längst noch nicht völlig ausgeschlossen.

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