Plötzlich unverzichtbar: Dost über seine schwere Debütsaison und rasante Leistungssteigerung

Mit etwas Verspätung wurde Dost zur erhofften Frankfurter Verstärkung
Mit etwas Verspätung wurde Dost zur erhofften Frankfurter Verstärkung / Matthias Hangst/Getty Images
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Bei Eintracht Frankfurt hatte Bas Dost lange mit einigen Problemen zu kämpfen. Erst in dieser Spielzeit ist der Knoten so richtig geplatzt. Nach mehr als einem Jahr reflektiert er seine Debütsaison; und die aktuelle Hochform.

Dass Bas Dost Tore am Fließband liefern kann, zeigte er in seiner Karriere schon bei zahlreichen Stationen. In der Bundesliga traf er vor seiner Rückkehr immerhin 46 Mal. Für die Eintracht aus Frankfurt kamen in der vergangenen Saison acht Treffer hinzu. Doch die Ausbeute und die Leistungen entsprachen nicht unbedingt den Erwartungen.

""Ich war teilweise schon in der ersten Hälfte am Schnaufen und musste kämpfen, damit ich halbwegs durchkomme.“"

Bas Dost

Speziell die ersten Wochen waren enorm schwer für Dost, wie er nun in der Bild erklärte. "Bei Sporting hatten wir immer den Ball. Das heißt, ich stand vorne, habe gewartet, bis der Ball kam und ihn rein gemacht. Hier dagegen geht es rauf und runter, und wenn du da nicht bei hundert Prozent bist, läufst du die ganze Saison hinterher", so der 31-Jährige.

Dost merzte Fitnessprobleme aus

Viele kleine Blessuren und eine lange Gewöhnung an die Intensität der Liga ließen Dost außen vor. Erst Mitte November konnte er erstmals über 90 Minuten auflaufen. Daran sollte sich vor der neuen Spielzeit einiges ändern. "Ich habe in meinem Urlaub nachgedacht, mich gefragt: 'Wie kann ich es besser machen?' Denn mir war klar, so wie in der vergangenen Saison geht es nicht weiter. Da habe ich keinen Bock drauf, und Eintracht auch nicht."

Deswegen arbeitet der Angreifer hart an sich, schob zahlreiche Extra-Einheiten ein und tauschte sich intensiv mit dem Trainerteam aus. Die Auswirkungen sind sofort sichtbar, wie seine deutlich verbesserte Laufstatistik und Präsenz auf dem Feld zeigen.

Dost schuftete oft länger als alle anderen auf dem Trainingsplatz
Dost schuftete oft länger als alle anderen auf dem Trainingsplatz / Soccrates Images/Getty Images

"In dem Bereich kann ich auch noch viel gewinnen, aber das Wichtigste war die Ausdauer. Denn in der der Bundesliga gehört Laufen einfach dazu", so Dost klar. Im Pokal und der Liga blieb er seit dem Saisonstart nie ohne Torbeteiligung. Das Eingestehen der eigenen Schwächen und die intensive Arbeit an eben jenen, machten den erfahrenen Angreifer endlich unverzichtbar.

Doch selbst nach dem positiven Start gibt sich Dost weiter hungrig: "Wir sind zwar alle zufrieden mit dem wie es läuft, aber es ist noch mehr möglich. Ich bin noch lange nicht da, wo ich hin will." Deshalb wird er auch weiterhin etwas mehr tun müssen als der Rest. Eine Bürde, die der 31-Jährige nur zu gerne auf sich nimmt.