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FC Barcelona: Das ist die Schwarze Liste von Xavi Hernández!

Guido Müller
Will Altlasten loswerden: Barça-Coach Xavi Hernández
Will Altlasten loswerden: Barça-Coach Xavi Hernández / Quality Sport Images/GettyImages
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Seit gut sechs Wochen ist Xavi Hernández neuer Cheftrainer des FC Barcelona. Zeit, sich einen Überblick über den von ihm befehligten Kader zu verschaffen, hatte die Klub-Legende somit nun genug. Und tatsächlich gibt es jetzt eine erste "Schwarze Liste".


Noch zehn Tage - dann öffnet der winterliche Transfermarkt in Europa seine Tore. Und der FC Barcelona will auf diesem einige seiner Spieler endlich loswerden. Nachdem sich Vereinsidol Xavi Hernández dazu hat durchringen können, seinen Herzensklub in einer seiner dunkelsten Stunden zu übernehmen, muss er nun auch entsprechend liefern. Zeit für unbequeme Wahrheiten also.

Wie die as berichtet, soll Xavi der Klubführung eine Liste von fünf Spielern vorgelegt haben, die in seinen Augen ersetzbar sind - und den Klub durch ihren Abgang (Stichwort: Gehalt) finanziell entlasten könnten. Eventuell ist bei dem einen oder anderen sogar eine kleine Ablöse drin.

Barça fürchtet Kaufoption bei Yusuf Demir

Das gilt jedoch nicht für den Jüngsten aus dieser Gruppe. Denn Yusuf Demir gehört dem Klub gar nicht. Doch im Vertrag der österreichischen Leihgabe, die im Sommer von Rapid Wien geholt worden war, ist eine Klausel verankert, der zufolge ab dem 10. bestrittenen Spiel eine bindende Kaufoption (in Höhe von 10 Millionen Euro) greifen würde.

Für den FC Barcelona in diesen schweren Zeiten eine Menge Holz. Mit neun bisher absolvierten Spielen fehlt dem 18-Jährigen nur noch ein Einsatz vor dem Inkrafttreten dieser Klausel.

Barcelona vs Benfica - UEFA Champions League
Auf mehr als die bisherigen neun Einsätze wird er nicht mehr kommen: Yusuf Demir / Anadolu Agency/GettyImages

Aus diesem Grund wollte der Klub den Spieler in den kommenden Wochen (bis nach dem Transferschluss) zunächst gar nicht mehr einsetzen. Denn jeder verfügbare Euro-Cent wird im Januar für eventuelle Neuzugänge gebraucht.

Da der Österreicher aber auch rein sportlich nicht die Erwartungen der Verantwortlichen erfüllt hat, würde man die Leihe am liebsten ein halbes Jahr vorher beenden und den Spieler schon im kommenden Januar wieder zurück nach Wien beordern.

Dests Alptraum in München

Ein weiterer Name ist Sergino Dest. Der US-Amerikaner kam mit allerlei Vorschusslorbeeren im Oktober 2020 von Ajax Amsterdam zu den Blaugrana. Doch bei Barça konnte er sich nie wirklich etablieren. Seine schwärzeste Stunde erlebte er vor einigen Wochen im Champions-League-Spiel bei den Bayern, als Coman mit ihm machte, was er wollte.

Dest wurde sogar während des Spiels mehrmals laut von seinem Trainer aufgefordert, die in der Kabine besprochenen Dinge umzusetzen. Zur Halbzeit wurde Dest dann von Xavi aus dem Spiel genommen - und somit als einer der Schuldigen an der 0:3-Niederlage an den Pranger gestellt.

Sergino Dest
Erlebte in München sein ganz persönliches "Ground Zero": Sergiño Dest / Juan Manuel Serrano Arce/GettyImages

Auf Seiten der Katalanen erhofft man sich bei Dest noch einen Transfer-Erlös zwischen 10 und 15 Millionen Euro. Die Blaugrana selbst zahlten seinerzeit 21 Millionen an Ajax...

Luuk de Jong leider nur im Training stark

Desweiteren will sich Xavi auch von der holländischen Leihgabe Luuk de Jong (kam vom FC Sevilla) trennen. Zwar lobt Xavi das regelmäßig große Engagement des früheren Gladbachers in den Trainingseinheiten, doch fußballerisch passt es zwischen ihm und dem Klub einfach nicht.

Luuk De Jong
Im Training stets bemüht und mit Feuereifer dabei: Luuk de Jong / Juan Manuel Serrano Arce/GettyImages

Zu limitiert sind de Jongs technische Fähigkeiten, um eine Zukunft im Nou Camp zu haben. Der Klub will mit dem FC Sevilla in zeitnahe Verhandlungen gehen, um die Leihe vorzeitig aufzulösen.

Dauerproblem Philippe Coutinho

Mit Philippe Coutinho soll auch der aktuelle Spitzenverdiener im Kader der Blaugrana endlich den Klub verlassen. 22 Millionen Euro jährlich stehen quasi nullkommnull an sportlichen Gegenleistungen gegenüber. Der Brasilianer gilt als einer der größten Transferflops (kam vor knapp vier Jahren für 130 Millionen Euro vom FC Liverpool) der Klubgeschichte.

Philippe Coutinho
Einer der größten (und teuersten) Transferflops in Barças Klubhistorie: Philippe Coutinho / Juan Manuel Serrano Arce/GettyImages

Leicht jedoch dürfte es für die Verantwortlichen nicht werden, den noch bis 2023 an den Klub gebundenen Spieler, an den Mann zu bringen.

Dauerverletzter Samuel Umtiti

Wie ebenfalls nicht beim fünften Spieler auf besagter Liste: Samuel Umtiti. Der seit einigen Jahren quasi dauerverletzte Franzose (Weltmeister von 2018!), ebenfalls ein Großverdiener bei den Katalanen, soll im Januar ebenfalls verkauft werden.

Samuel Umtiti
Immer wieder verletzt: Samuel Umtiti / Eric Alonso/GettyImages

Da sich Nachwuchstalente wie Arnau Comas und Mika Màrmol zur Zeit aufdrängen, einen Platz bei den Profis zu erobern, würde ein Abgang des Franzosen seinem Noch-Trainer, der bekanntermaßen in Zukunft verstärkt auf die eigene Jugend setzen will, auch von dieser Warte her in die Karten spielen.

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