Barça muss Ex-Spieler Millionen-Entschädigung zahlen

Yannik Möller
Matheus Fernandes
Matheus Fernandes / Alex Caparros/GettyImages
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Matheus Fernandes wird für den FC Barcelona zu einem teuren Missverständnis: Der spanische Klub muss mehrere Millionen Euro an den Brasilianer zahlen.


Im Frühjahr 2020 wechselte Matheus Fernandes für etwa sieben Millionen Euro nach Barcelona. Es war der erste Transfer, der ihn aus seiner Heimat Brasilien in den europäischen Fußball brachte. Allerdings setzten die Katalanen ihn nie wirklich ein. Schon für die Rückrunde, also kurz nachdem er verpflichtet worden war, wurde er an Real Valladolid ausgeliehen.

Nur ein Jahr später kam es zum vorzeitigen Barca-Aus: Weil der von Schulden getriebene Klub weitere Neuzugänge nicht registrieren konnte, mussten Kosten eingespart werden. Deshalb entschied sich der FCB, den Vertrag mit Fernandes aufzulösen - nach gerade einmal 17 Minuten Spielzeit.

Fernandes erhält nachträglich Millionen-Zahlung von Barcelona

"Als sie es mir sagten, konnte ich es nicht glauben. Ich war zu Hause, ging mit meiner Frau aus und erhielt eine Nachricht vom Klub, in der ich gefragt wurde, ob sie meine richtige E-Mail-Adresse hätten. Ich bestätigte und erhielt die Nachricht. Ich verstand sie nicht und schickte sie an meinen Berater und meinen Anwalt. Sie sagten, es sei meine Entlassung", erklärte er damals gegenüber Globo Esporte (via Sportbild).

Es habe keinerlei Entschuldigung gegeben, auch keinen Anruf oder ein weiteres Gespräch. Für Barcelona war das Thema damit beendet.

Nun berichten der spanische Radiosender SER Catalunya und der brasilianische Sender TNT Sports, dass Fernandes den Gerichtsprozess gegen den Verein gewonnen hat. Dieser müsse ihm nun um die 8,5 Millionen Euro als Entschädigungssumme bezahlen. Diese setzt sich aus verpassten Gehaltszahlungen sowie einer Vertragsstrafe zusammen.

Die Anwälte des heute 24-Jährigen hatten zunächst sogar fast 15 Millionen Euro gefordert, die sie auch am "moralischen Schaden" festmachten, den ihr Klient durch diese Zeit und Entscheidung erlitten habe.

Die Klage gegen seinen Rauswurf war trotzdem grundsätzlich erfolgreich. Es ist eine späte Zahlung, die Barcelona durchaus schmerzen wird. Fast neun Millionen Euro, die als Ausgabe nicht eingeplant waren, sind für den hoch verschuldeten Verein durchaus ein Happen.


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