Barbarez lobt Bayer - Rolfes will sich "oben festbeißen"

Sergej Barbarez stand auch für Leverkusen auf dem Feld
Sergej Barbarez stand auch für Leverkusen auf dem Feld / JUERGEN SCHWARZ/Getty Images
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Sergej Barbarez kann auf eine lange Bundesliga-Karriere zurückblicken, machte er doch für Rostock, Dortmund, den HSV und Bayer Leverkusen satte 330 Spiele im deutschen Oberhaus. Mittlerweile schreibt der ehemalige Stürmer regelmäßig Kolumnen für den kicker - in seiner aktuellen Ausgabe kommt sein letzter Verein als Aktiver sehr gut weg.

Zwei Jahre vor seinem Karriere-Ende 2008 heuerte Barbarez bei der Werkself an, somit war Leverkusen die letzte Station in der Laufbahn des Mannes, der mit seinem späten 1:0 für den HSV gegen den FC Bayern am letzten Spieltag der Saison 2000/01 den FC Schalke fast zum Meister machte.

Für die Werkself bestritt Barbarez 86 Partien und lieferte dabei immerhin 17 Tore ab, bevor er seine Schuhe an die Wand nagelte. danach war er über ein Jahr im Aufsichtsrat des HSV tätig, bevor es ruhig um den Star wurde und er nun regelmäßig für den kicker schreibt. In seiner neuesten Kolumne äußerte sich der 49-Jährige über den aktuellen Lauf von Bayer Leverkusen und zeigt sich beeindruckt.

Barbarez freut sich für Bosz - Rolfes erkennt "Biss und Energie"

Leverkusen ist neben Wolfsburg das einzige Team, dass bislang in der Liga noch ungeschlagen ist. Mit 18 Zählern liegt man zudem momentan auf Rang drei der Tabelle - nur einen Punkt hinter dem Spitzenreiter FC Bayern.

Besonders die Spiele gegen die vermeintlich Kleinen der Liga waren es, die der Werkself in der Vergangenheit Probleme bereiteten - doch dies sei nun gänzlich anders.

"Mein Ex-Klub Bayer macht mir derzeit richtig Spaß - und ich finde es beeindruckend und durchaus neu, dass sie nun auch ein Spiel wie das in Bielefeld gewinnen. Denn natürlich haben die Kritiker recht: Genau diese Partien, die Bayer 04 in der Vergangenheit als Favorit oft beherrscht hat, wurden durch eigenes Verschulden leichtfertig hergeschenkt. Dass die Mannschaft mittlerweile trotz eines Aussetzers zurückschlagen kann, ist eine neue Qualität", bezieht sich Barbarez auf Hradeckys Eigentor beim 2:1-Auswärtssieg in Bielefeld.

Simon Rolfes und Sergej Barbarez sind ehemalige Kollegen
Simon Rolfes und Sergej Barbarez sind ehemalige Kollegen / AFP/Getty Images

Auch für Trainer Peter Bosz hat Barbarez einiges übrig, tat dieser sich doch bei seiner ersten deutschen Station in Dortmund eher schwer. "Ich freue mich sehr für ihn, dass er nun doch in Deutschland zeigen kann, was er für eine Qualität als Trainer hat. Bayer wird eine richtig gute Rolle spielen", prophezeit Barbarez.

Mit Bayers aktuellem Sportdirektor Simon Rolfes stand Barbarez in jedem seiner 86 Spiele für Leverkusen gemeinsam auf dem Feld. Demnach ist es verständlich, dass Rolfes von den Worten seines alten Wegbegleiters angetan ist. "Ich habe mich über die Einschätzung von Sergej gefreut", so Rolfes gegenüber dem kicker.

"Wir haben jetzt den Biss und die Energie, Spiele wie in Bielefeld zu gewinnen. Wir wollen uns oben festbeißen", schickt der Sportdirektor noch eine Kampfansage hinterher.

Gemeinsam wurden beide damals am Ende der Saison 2006/07 Fünfter, 2007/08 wurde es der siebte Platz. Ein wenig mehr dürfte es nach dem Geschmack der Verantwortlichen in der laufenden Spielzeit dann doch werden.