Bank-Schock für Cristiano Ronaldo: Drohte CR7 mit seiner WM-Abreise?

Simon Zimmermann
CR7 auf der Reservebank
CR7 auf der Reservebank / Markus Gilliar - GES Sportfoto/GettyImages
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Wollte Cristiano Ronaldo nach dem Bank-Schock im WM-Achtelfinale gegen die Schweiz flüchten? In Portugal wird behauptet, CR7 habe mit seiner Abreise gedroht. Der portugiesische Verband dementiert vehement. Und auch Ronaldo selbst meldete sich zu Wort.


Die Aufruhr war groß, als Cristiano Ronaldo im WM-Achtelfinale gegen die Schweiz nicht in Portugals Startelf stand. Zuvor wurde er von Trainer Fernando Santos für sein Verhalten bei der Auswechslung im letzten Gruppenspiel gegen Südkorea kritisiert. In der Heimat ergab eine Umfrage, dass rund 70 Prozent CR7 nicht mehr in Portugals Startelf sehen wollen.

Zu allem Überfluss schoss Ronaldo-Vertreter Goncalo Ramos Portugal mit drei Toren und einer Vorlage beim Kantersieg gegen die Nati auch noch ins Viertelfinale.

Ronaldo nicht beim Training der Reservisten

Wirklich glücklich über seine Reservisten-Rolle scheint Ronaldo - wenig überraschend - nicht zu sein. Am Tag nach dem Spiel trainierten alle eingewechselten und nicht eingesetzten Spieler der Portugiesen auf dem Platz. Nur Ronaldo war nicht zu sehen. Laut der Marca habe er darauf keine Lust gehabt und wollte stattdessen lieber mit den Stammspielern in den Kraftraum. Am Ende soll der 37-Jährige seinen Willen bekommen haben.

"Komm nach Hause."

CR7-Schwester Katia Aveiro

Ginge es nach Schwester Katia Aveiro, würde Ronaldo in Katar überhaupt nicht mehr trainieren. Via Instagram forderte sie ihren Bruder dazu auf, die Nationalmannschaft zu verlassen. "Ich wollte so sehr, dass er nach Hause kommt, dass er die Nationalmannschaft verlässt und sich an unsere Seite setzt, um ihn zu umarmen und ihm zu sagen, dass alles in Ordnung ist, um ihn daran zu erinnern, was er erobert hat und aus welchem Haus er kommt", so Aveiro, die zudem nicht nur gegen das Nationalteam, sondern gleich gegen das ganze Land lederte.

Drohte Ronaldo mit seiner WM-Abreise? Verband dementiert!

Die Record, eine der größten Sportzeitungen des Landes, berichtete sogar, Ronaldo habe tatsächlich überlegt, die WM zu verlassen. Als Santos ihm mitteilte, er stehe nicht in der Startelf gegen die Schweiz, soll CR7 an eine Abreise gedacht haben. Erst später habe er sich beruhigt und seine Meinung geändert.

Der portugiesische Verband dementierte diese Meldung vehement: "Die FPF stellt klar, dass der Kapitän der Nationalmannschaft, Cristiano Ronaldo, zu keinem Zeitpunkt gedroht hat, die Nationalmannschaft während des Praktikums in Katar zu verlassen", hieß es in einem Statement vom Donnerstag.

Und weiter: "Cristiano Ronaldo stellt jeden Tag eine einzigartige Leistung in den Dienst der Nationalmannschaft und des Landes, die respektiert werden muss und die von einem unbestreitbaren Engagement für die Nationalmannschaft zeugt. Das Engagement des Spielers mit den meisten Einsätzen für Portugal wurde übrigens - wenn nötig - beim Sieg gegen die Schweiz im Achtelfinale der Fußballweltmeisterschaft 2022 erneut unter Beweis gestellt."

Beruhigen dürfte sich die Situation vor dem Viertelfinale gegen Marokko am Samstag (16 Uhr) nur bedingt. Kaum vorstellbar, dass Drei-Tore-Stürmer Ramos für Ronaldo wieder auf die Bank weicht. Für CR7 wird bei dieser WM wohl weiter nur die Joker-Rolle bleiben...

Update: Cristiano Ronaldo meldet sich zu Wort

Der Routinier hat sich mittlerweile via Instagram auch selbst zu Wort gemeldet. "Diese Gruppe ist zu geeint, um von äußeren Kräften gebrochen zu werden. Eine Nation, die zu tapfer ist, um sich von irgendeinem Gegner einschüchtern zu lassen", wählte er markante Worte. "Dies ist ein echtes Team, das bis zum Ende für den Traum kämpfen wird", so Ronaldo weiter.


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