Augsburg: Julian Schieber berichtet über seine Degradierung

Julian Schieber wurde in die Augsburger U23 versetzt
Julian Schieber wurde in die Augsburger U23 versetzt / CHRISTOF STACHE/Getty Images
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Julian Schieber wird beim FC Augsburg nicht mehr benötigt und trainiert aktuell bei der U23. Die Umstände seiner Degradierung sind für den Angreifer sehr bedauerlich.

Schieber machte für Stuttgart, Nürnberg, Dortmund und die Hertha fast 160 Partien in der Bundesliga. Nachdem er 2018 zum FC Augsburg wechselte, kamen gerade einmal elf dazu. Im Sommer wurde ihm erklärt, dass man nicht mehr mit ihm plane - doch ein Wechsel kam nicht zu Stande.

Spind aufgelöst - Angebote abgelehnt

Gegenüber der SportBild berichtet der 31-Jährige jetzt, wie die Erklärung des Vereins ausfiel. "Ich sollte nicht zum Trainingsgelände kommen, mein Spind wurde aufgelöst, später wurde auch meine Nummer vergeben", klagt Schieber.

Zwar sei man dennoch "fair" mit ihm umgegangen, doch besonders die Aussagen von Trainer Heiko Herrlich trafen den verdienten Profi schwer. "Der Trainer hat mir knallhart gesagt, dass er nicht auf mich bauen wird und er – auch auf meinen Körper bezogen – nicht glaubt, dass ich konstant auf Bundesliganiveau spielen kann", so Schieber, der in diesen Momenten ein "Mischung aus Entsetzen, Enttäuschung und Wut" empfand.

Julian Schieber kann frühestens im Winter gehen.
Julian Schieber kann frühestens im Winter gehen. / TF-Images/Getty Images

Sein Vertrag beim FCA läuft noch bis zum Sommer 2021 - ein Wechsel kann erst im kommenden Winter vollzogen werden. Allerdings ist Schieber daran nicht ganz unschuldig, lehnte er doch Angebote im Sommer ab. "Es gab ein paar Anfragen, aber die haben mich emotional nicht gepackt", gestand Schieber.