Atlético Madrid

Atlético plant Umbruch: João Felix und weitere Stars auf Verkaufsliste

Dominik Hager
Es läuft nicht für João Felix: Der einstige Wunderknabe soll auf der Verkaufsliste stehen
Es läuft nicht für João Felix: Der einstige Wunderknabe soll auf der Verkaufsliste stehen / Chris Brunskill/Fantasista/GettyImages
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Der spanische Fußball kriselt und Atlético Madrid ist das beste Beispiel dafür. Dem Klub ist es sogar gelungen, in der Champions League hinter Bayer 04 Leverkusen zu landen, was in der Bundesliga Stand jetzt nur dem VfL Bochum und Schalke 04 vergönnt ist. Spätestens hier sollten dann auch die Alarmglocken klingeln, dass man das ein oder andere ändern muss. Laut Cadena SER stehen einige Stars auf der Verkaufsliste.


Atlético Madrid kann mit der laufenden Hinrunde überhaupt nicht zufrieden sein. In der Liga beträgt der Rückstand auf die Dauer-Rivalen Real und Barca schon neun bzw. acht Punkte und in der Champions League schied man sang- und klanglos hinter dem FC Porto, dem Fußball-Giganten FC Brügge und der Werkself aus Leverkusen aus, die von Bayer vor dieser Spielzeit ganz offensichtlich schlechte Pillen bekommen hat.

Nun sollen einige Spieler verkauft werden, die derzeit deutlich unter ihrem eigentlichen Niveau performen.

Rekord-Einkauf João Felix vor dem Aus?

Der prominenteste Name auf der Liste von Cadena SER ist João Felix. Der Portugiese kam im Sommer 2019 für unfassbare 129 Millionen Euro von Benfica. Wenngleich der Angreifer zweifellos überragende Anlagen besitzt, läuft es für ihn überhaupt nicht rund. Erst am zwölften Spieltag konnte er per Doppelpack seine ersten beiden Saisontore in La Liga erzielen, jedoch ist bezeichnend, dass der Klub daheim gegen Cádiz trotzdem mit 2:3 verlor.

Ein weiterer Abschieds-Kandidat ist der Argentinier Rodrigo de Paul. Der 28-Jährige kam erst im Sommer 2021 von Udinese Calcio und kostete die Madrilenen 35 Millionen Euro. In der laufenden Saison kam der zentrale Mittelfeldspieler aber meist nur zu Teileinsätzen. In der Champions League durfte er beispielsweise dreimal exakt eine Halbzeit spielen. Es sieht so aus, als würde Atlético dann doch lieber auf Koke, Niguez und Llorente setzen.

Lemar und Carrasco weg? Atlético möchte sich wohl von Flügel-Duo trennen

In einer ähnlichen Situation findet sich auch Yannick Carrasco wieder. Flügelspieler hat sowohl in der Liga, als auch in der Champions League eine Startelfquote von exakt 50 Prozent. Wirklich effektiv präsentierte er sich in La Liga nicht, wo er auf ein Tor und null Vorlagen kommt. Etwas besser ist seine Bilanz in der Königsklasse, wo es für einen Treffer und zwei Assists reichte. Was es gebracht hat, wissen wir allerdings, zudem sei erwähnt, dass er zwei seiner drei Scorer gegen Leverkusen markiert hat. Dies gelingt gegen Bayer 04 aktuell nicht wenigen Spielern. Mit Carrasco würde dennoch ein Atlético-Urgestein geht. Abgesehen von einem China-Abenteuer, das sich als schlechte Idee erwies, kickt der Belgier seit 2015 in der spanischen Hauptstadt.

Der letzte im Bunde ist Thomas Lemar, der auch immerhin schon seit 2018 für Atlético spielt, nachdem er für 70 Millionen Euro aus Monaco verpflichtet wurde. Der Franzose hat den Sprung vom Talent zum Weltklasse-Spieler jedoch nie geschafft und agiert auch in dieser Saison eher durchwachsen. In Liga und Champions League glückte ihm ein einziger Scorer, wenngleich er meist auch nur als Joker ran durfte. Dennoch ist Lemar ein Spieler, der den ganz großen Sprung wohl auch nicht mehr schaffen wird. Die Idee eines Verkaufes erscheint da schon recht schlüssig.

Womöglich sollte Simeone aber auch einfach mal seinen Stil, Fußball spielen zu lassen, überdenken. Insbesondere die Offensivspieler kommen einfach nicht wirklich zur Geltung, was bei Spielern wie João Felix schade ist. Die Zeiten scheinen zudem einfach vorbei, in denen man sich irgendwie auf Teufel komm raus mit einem 1:0 nach dem anderen durchwürgen konnte.


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