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Von wegen „prähistorisch“ – die 5 Erkenntnisse zur Atléti vs. City

Martin Bytomski
Manchester Citys Joao Cancelo und Atleticos Antoine Griezmann lieferten sich packende Duelle
Manchester Citys Joao Cancelo und Atleticos Antoine Griezmann lieferten sich packende Duelle / Quality Sport Images/GettyImages
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Rumpelfußball? Betonabwehr? Unattraktiv? Viel wurde nach dem Hinspiel im Champions-League-Viertelfinale von Atlético Madrid bei Manchester City über die defensive Taktik von Atléti-Coach Diego Simeone gelästert. Arrigo Sacchi, 76 Jahre alter italienischer Taktikfuchs und früherer Atléti-Coach, verspottete das destruktive Auftreten gar als „prähistorisch“. Auch wenn ein 0:0 nicht danach aussieht steht fest: Die Rojiblancos können auch Power-Fußball. Unsere fünf Erkenntnisse zum packenden Rückspiel zwischen Atlético Madrid und Manchester City.


1. „Prähistorisch“ war gestern

Bis zu acht Männer im rotweiß-gestreiften Trikot waren zeitweise parallel im Strafraum. Atlético versuchte City ständig zu pressen und schaltete zügig um. Simeone verordnete seiner Mannschaft ein aktiveres Spiel als im ersten Duell. Dazu boten die Hausherren über 90 Minuten die übliche Kost: körperbetontes Spiel und gallige Zweikämpfe.

2. Geoffrey Kondogbia brutal stark

Ob als Abräumer, Spielgestalter aus der Tiefe oder Mann für den letzten Pass: Atléticos Geoffrey Kondogbia war omnipräsent. Auch für die Statik des spanischen Hauptstadtklubs machte er sich verdient und einer der besten Spieler auf dem Platz. Mit dieser Leistung war der 29-Jährige der Atléticos MVP.

3. City macht City-Dinge – in Halbzeit eins

Wie üblich ball- und kombinationssicher agierte Manchester City vor allem im ersten Durchgang. Die Skyblues hatten mehr Ballbesitz, traten aber über weite Strecken nicht wie ein Top-Favorit auf den Gewinn der Champions League auf. Zu häufig versickern die Angriffe wegen der Tempoverschleppung. Gefährlich wurde es in der ersten Halbzeit nur bei dem Pfostenklatscher von Ilkay Gündogan. Im zweiten Durchgang lief die Pep-Elf sogar größtenteils hinterher.

4. Lodi auf Marcelos Spuren

Dynamisch, technisch versiert und vor allem in der Offensive gefährlich: Atlétis Linksverteidiger Lodi wandelte gegen City auf den Spuren seines brasilianischen Landsmanns Marcelo, der viele Jahre lang beim Stadtrivalen Real Madrid einen der besten Linksverteidiger der Welt gab. Außerdem schmiss sich Lodi in jeden Zweikampf. In dieser Form dürfte es nicht bei 25 Länderspielen für den 24-Jährigen bleiben.

5. Atléti beloht sich nicht

Ob João Félix, Antoine Griezmann oder die eingewechselten Luis Suárez, Matheus Cunha oder Ángel Correa: Kein Madrid-Angreifer nutze eine der vielen Großchancen im zweiten Abschnitt. Mit einem Angreifer von Weltklasse-Format wären die Chancen zumindest auf das Erreichen der Verlängerung deutlich größer gewesen.

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