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Transfer

Atlético Madrid: Rodrigo de Paul bleibt oberstes Transferziel - Hakan Calhanoglu als Alternative?

Guido Müller
Ganz oben auf der Wunschliste vom Cholo: Rodrigo de Paul
Ganz oben auf der Wunschliste vom Cholo: Rodrigo de Paul / Jonathan Moscrop/Getty Images
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Eigentlich heißt das prioritäre Transferziel von Atlético Madrid für diesen Sommer Rodrigo de Paul von Udinese Calcio. Atléticos argentinischer Trainer Diego Simeone sieht in seinem 27-jährigen Landsmann die ideale Verstärkung für seinen Meister-Kader. Auch der Spieler, der in der vergangenen Saison eine Leistungsexplosion erfahren hat, würde gerne in die spanische Hauptstadt wechseln.


Doch wie das halt so ist auf dem alljährlich hochkochenden Transfermarkt: mit Unwägbarkeiten muss immer gerechnet werden. Und so scheint Atlético derzeit eine Parallel-Planung zu verfolgen - falls bei de Paul doch noch was (wie zu hohe Ablöseforderungen seitens der Italiener) dazwischenkommen sollte.

AC Mailand und Calhanoglu finden weiterhin keine Einigung

Und in diesem sogenannten Plan B nimmt ein ehemaliger Bundesliga-Spieler eine zentrale Rolle ein: Hakan Calhanoglu von der AC Mailand.

Hakan Calhanoglu
Verlängert er in Mailand oder zieht es ihn weg? Hakan Calhanoglu / Jonathan Moscrop/Getty Images

Dessen Vertrag in der lombardischen Hauptstadt läuft in diesen Wochen aus. Ein Angebot zur Ausweitung des Arbeitspapiers soll dem 27-jährigen Türken zwar vorliegen - doch hat dieser bislang noch nicht seine Unterschrift unter selbiges gesetzt.

Und so macht sich der spanische Meister Hoffnungen, den einstigen Bundesliga-Spieler (111 Spiele für den Hamburger SV und Bayer Leverkusen) unter Vertrag zu nehmen. Drei Millionen Euro netto jährlich plus ein Handgeld in selber Höhe wären die Colchoneros dafür bereit auszugeben.

Wie verflochten die einzelnen Interessen der Klubs bisweilen sein können, veranschaulicht diese Doppelpersonalie de Paul - Calhanoglu einmal mehr. Denn sollte sich Atlético am Ende die Dienste des Türken sichern, wäre der erste Kandidat der Mailänder auf Calhanoglus Nachfolge ausgerechnet - Rodrigo de Paul.

De Pauls kontinuierliche Steigerung in der Serie A

Der war im Sommer 2016 für relativ schlanke drei Millionen Euro vom FC Valencia ins Friaul gewechselt, wo er die ersten zwei Jahre etwas unter dem Radar flog. Mit der Spielzeit 2018/19, während der er bereits als Mannschaftskapitän von Udinese Calcio agierte, sollte sich dies ändern.

In der vergangenen Saison kam er dann zum ersten Mal auf zweistellige Scorerwerte bei den Friulani. Insgesamt verbuchte der zentrale Mittelfeldspieler in 38 Pflichtspielen (Liga und Pokal) starke 20 Torbeteiligungen (9 Treffer, 11 Vorlagen) und spielte sich somit in den Fokus der Großen in Europa.

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