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Transfer

Arsenal und Chelsea bemühen sich um Achraf Hakimi

Yannik Möller
Mar 9, 2021, 7:15 PM GMT+1
Achraf Hakimi könnte Inter sehr bald wieder verlassen
Achraf Hakimi könnte Inter sehr bald wieder verlassen / Soccrates Images/Getty Images
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Inter Mailand hat Geldsorgen. Eine mögliche Folge wäre der Verkauf von dem ein oder anderen angesehenen Spieler, um die Taschen zu füllen. Ein potenzieller Kandidat dafür ist Achraf Hakimi, der in England begehrt sein soll.

Einem ersten, groben Blick von außen nach zu urteilen, dürfte bei Inter Mailand derzeit Feierstimmung herrschen. Nach 26 Spielen ist man Tabellenführer der Serie A, hat auf die zweitplatzierte AC Mailand sechs Punkte Vorsprung und somit die Chance, dem italienischen Fußball nach langer Zeit mal wieder einen anderen Meister zu präsentieren.

Schließlich war es Juventus Turin, das sich am Ende der letzten neun Spielzeiten als Champion krönen durfte. Dennoch ist nicht alles Friede, Freude und Eierkuchen bei der Nerazzurri: Geldsorgen überschatten den Klub und die Vereinsführung, nachdem der Eigentümer des Vereins, die Suning Holding Group, bereits seinem chinesischen Verein den Geldhahn zugedreht und ihn stillgelegt hat.

Antonio Conte
Die Stimmung trügt: Inter könnte schon bald einige Sorgenfalten bekommen / Soccrates Images/Getty Images

Aufgrund dieser Entwicklung macht sich in Mailand die Sorge breit, dass man selbst auch von etwaigen Folgen betroffen sein könnte. Selbst wenn der Meistertitel inklusive der direkten Qualifikation für die Champions League winkt, so währen potenzielle Einnahmen aus diesen Erfolgen nicht mit der finanziellen Ausstattung durch Suning zu vergleichen.

Arsenal und Chelsea arbeiten an Hakimi-Transfer - Inter könnte zu Verkäufen gezwungen sein

Dementsprechend wird schon jetzt mit dem ein oder anderen Spieler-Abgang im kommenden Sommer gerechnet. Gut denkbar, dass sich Inter vorsichtshalber die Taschen vollstopfen will oder gar muss und somit zu Verkäufen gezwungen sein wird.

Dabei ist Achraf Hakimi schon jetzt ein Thema. Er kam zwar erst im vergangenen Sommer von Real Madrid, nachdem er zuvor bei seiner Leihe beim BVB überzeugen konnte, doch ein Abgang erscheint durchaus realistisch. Laut des britischen Telegraph sind sowohl der FC Arsenal als auch der FC Chelsea um ihn bemüht.

Achraf Hakimi
In Mailand spielt Achraf Hakimi eine wichtige Rolle / Alessandro Sabattini/Getty Images

Die Gunners sind schon jetzt auf der Suche nach einem neuen (Stamm-)Rechtsverteidiger, da immer mehr mit einem Wechsel von Hector Bellerin gerechnet wird. Der Spanier hat verschiedene Interessenten in Europa, unter anderem wird er hin und wieder mit Paris Saint-Germain in Verbindung gebracht. Für ihn bräuchte es dann Ersatz, Hakimi wäre eine Option.

Etwas anders zeichnen sich die Gedankenspiele bei den Blues ab. Dort ist Reece James als klassischer Außenverteidiger auf der rechten Seite gesetzt und auch mit einem Vertrag bis 2025 ausgestattet - mit dem 21-Jährigen plant Trainer Thomas Tuchel langfristig.

Durch seinen offensiven Spielstil und seine Geschwindigkeit soll Hakimi dort eher als Mittelfeldspieler oder gar als Flügelspieler in Betracht gezogen werden. Eine Rolle, die er ohnehin sehr häufig übernimmt. Auch in Dortmund war er regelmäßig als offensiver Außenspieler über rechts gefragt, als Rechtsverteidiger spielte er in der vorigen Saison nur etwa eine Handvoll Mal auf.

Der Marktwert des 22-jährigen Nationalspielers Marokkos wird derzeit auf etwa 50 Millionen Euro geschätzt (via transfermarkt). Sein Wechsel im letzten Sommer in Kombination mit einem bis 2025 gültigen Arbeitspapier sprechen normalerweise eindeutig gegen einen Wechsel, doch die möglicherweise prekäre finanzielle Lage Mailands scheint auch ungewöhnliche Wege zu eröffnen.

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