Real Madrid

Wichtige Faktoren: Rüdiger über einen "anderen Kroos" und Besuch von Ancelotti

Jan Kupitz
Antonio Rüdiger im Gespräch mit Carlo Ancelotti
Antonio Rüdiger im Gespräch mit Carlo Ancelotti / Soccrates Images/GettyImages
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Nach seinem Wechsel zu Real Madrid hatte Antonio Rüdiger nur wenige Anlaufschwierigkeiten - auch dank Carlo Ancelotti und Toni Kroos, die dem Verteidiger die Eingewöhnung spürbar erleichterten.


Mit Rüdiger, David Alaba und Eder Militao verfügt Real Madrid über drei Innenverteidiger auf allerhöchstem Niveau, die im bisherigen Saisonverlauf gleichermaßen im Abwehrzentrum zum Einsatz kommen. Dass die Königlichen alle neun Pflichtspiele gewannen, ist auch der starken Defensive zu verdanken - dort hinterlässt Rüdiger auf Anhieb einen guten Eindruck.

"Die Ergebnisse passen, wir haben als Mannschaft sehr viel Spaß und ich habe mich super eingelebt", freute sich Rüdiger im Interview mit Sport1 und ergänzte: "Ehrlich gesagt hat es mir eine Mannschaft noch nie so einfach gemacht, mich auf Anhieb zurecht zu finden."

Eine wichtige Rolle spielt hierbei Toni Kroos. Beide Akteure kennen sich zwar aus vielen gemeinsamen Jahren bei der Nationalmannschaft - doch wirklich viel hatten sie dort nicht miteinander zu tun, wie Rüdiger verriet. In Madrid habe er nun einen völlig anderen Kroos wahrgenommen, untermauerte der ehemalige Chelsea-Star. "Er spricht sehr gut Spanisch, ist komplett offen und auch sehr hilfsbereit", so Rüdiger über Kroos. "Er unterstützt mich seit Tag eins mit der Sprache und hat mir aus dem Nichts schon mehrmals angeboten, mir mit anderen Dingen zu helfen. Er ist ein sehr entspannter Typ."

Toni Kroos, Antonio Ruediger
Beim DFB-Team hatten Rüdiger und Kroos nicht viel miteinander zu tun / Alexander Hassenstein/GettyImages

Doch auch Carlo Ancelotti tut alles, um Rüdiger die Eingewöhnung zu erleichtern. Der Verteidiger erzählte von einem Besuch des Italieners bei ihm Zuhause, nur wenige Stunden nachdem er dort eingezogen war

"Wir waren gerade am Grillen - bis es plötzlich an der Tür klingelte. Ich machte auf und vor mir stand einfach Carlo Ancelotti", erzählte der 29-Jährige. Der Real-Coach habe sich anschließend mit an den Tisch gesetzt, "mitgegessen und meine Familie kennengelernt. Ganz normal, ganz bodenständig", betonte Rüdiger.

"Zwei Stunden war er da, wir haben uns über alles unterhalten. Ich bin ehrlich, so etwas habe ich noch nie erlebt, so etwas hat noch kein Trainer für mich gemacht", führte der Nationalspieler aus. "Nach den paar Monaten mit ihm muss ich sagen: Was den Umgang mit Spielern angeht, ist Ancelotti unantastbar. Don Carlo halt, eine Trainer-Legende." Mit dem Italiener zusammenzuarbeiten, sei "wunderbar", untermauerte Rüdiger.

Generell fiel es dem Abwehr-Star schwer, Worte für sein neues Leben bei Real Madrid zu fassen. "Mein Traum war es immer, in der Premier League zu spielen. Real Madrid war Fantasie, etwas Größeres - aber einfach nicht nah genug für mich", verdeutlichte Rüdiger. "So richtig realisiert habe ich das auch erst nach meinem Umzug. Ich saß dann plötzlich in meinem Haus und konnte es nicht glauben, es war ein brutal schönes Gefühl. [...] Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas mal erleben werde!"


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