Nach Neuer-Ära: Köpke sieht Torwartproblem auf DFB-Elf zukommen

Henry Einck
Andreas Köpke arbeitete über Jahre mit Manuel Neuer zusammen.
Andreas Köpke arbeitete über Jahre mit Manuel Neuer zusammen. / Markus Gilliar - GES Sportfoto/GettyImages
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Der langjährige DFB-Torwarttrainer Andreas Köpke sieht auf die deutsche Nationalmannschaft ein Torwartproblem zukommen. Wenn die Zeit von Manuel Neuer endet, kommen kaum Torhüter für die langfristige Nachfolge in Frage. Als einzige Option nennt Köpke Alexander Nübel.

Die Verletzung von Manuel Neuer (36) hat nicht nur beim FC Bayern München hohe Wellen geschlagen - auch bezüglich der deutschen Nationalmannschaft entbrannten Diskussionen über die Zukunft auf der Torhüterposition. Aktuell stehen Ersatzkeeper mit internationalem Niveau zur Verfügung. Wer allerdings die langfristige Nachfolge übernehmen soll, steht noch in den Sternen.

In einem Interview mit Sport1 hat sich der langjährige DFB-Torwarttrainer Andreas Köpke kritisch zur Torhütersituation in Deutschland geäußert. "Ich sehe das mit großer Sorge", sagte der 60-Jährige dem TV-Sender. "Wir werden danach ein Problem kriegen." Köpke sehe aktuell keine Namen, denen er zutrauen würde, in die Fußstapfen von Manuel Neuer treten zu können.

"Nübel macht das sehr gut"

Eine einzige Option ist für den Torwarttrainer als zukünftige Nummer 1 vorstellbar: "Man muss schauen, wie sich ein Alex Nübel entwickelt. Er hat sich in Monaco durchgesetzt und macht das sehr gut, aber er muss sich natürlich weiterentwickeln", lobt Köpke den Monaco-Schlussmann. "Nübel wäre der Einzige, den ich zurzeit nennen könnte als Option."

Als Ersatz für Neuer werden bis Sommer wohl Marc-André ter Stegen (30) vom FC Barcelona und Kevin Trapp (32) von Eintracht Frankfurt um den Platz im DFB-Tor kämpfen. Das Duo reiste auch als Vertreter des langjährigen Stammkeepers mit zur WM 2022 nach Katar. Ter Stegen und Trapp besitzen zwar die Qualität, Neuer auf kurze Strecke zu ersetzen, kommen aber aufgrund ihres Alters nicht als langfristige Lösungen in Frage.

Spannung bei DFB-Nominierung Ende März

Es bleibt mit Spannung zu beobachten, wem Bundestrainer Hansi Flick (58) in der Länderspielpause Ende März das Vertrauen schenkt. Ter Stegen und Trapp sind unantastbar, spannender wird es beim dritten Platz im Kader. Als wahrscheinliche Option gilt Bernd Leno (30), der sich beim FC Fulham zu einem der formstärksten Torhüter der Premier League entwickelt hat. Das Problem: Auch Leno wird Anfang März 31 Jahre alt.

Vielleicht gibt Flick auch einem unerfahrenen Torwart die Chance, um ihn langsam an die Nationalmannschaft heranzuführen. Hier wären der genannte Alexander Nübel (26) vom AS Monaco, Marvin Schwäbe (27) vom 1. FC Köln und Finn Dahmen (24) vom FSV Mainz 05 denkbare Optionen.


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