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Bayern München

Alexander Nübel meistert Feuertaufe gegen Lazio

Dominik Hager
Alexander Nübel lieferte gegen Lazio Rom eine starke Partie ab, musste aber auch einmal hinter sich greifen.
Alexander Nübel lieferte gegen Lazio Rom eine starke Partie ab, musste aber auch einmal hinter sich greifen. / Alexander Hassenstein/Getty Images
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Beim Champions-League-Rückspiel gegen Lazio Rom stand Ersatztorwart Alexander Nübel tatsächlich zum dritten Mal im Bayern-Kasten. Nach dem ganzen Rummel um seine Person zeigte sich der frühere Schalker unbeeindruckt und strahlte Souveränität aus.


Sowohl der Streit um eine mögliche Leihe als auch die vielen Diskussionen um eine Einsatzklausel haben Torhüter Alexander Nübel nicht aus dem Konzept gebracht. So absolvierte er seine erste echte Feuertaufe bei den Bayern mit Bravour, selbst wenn er nicht sonderlich häufig in den Mittelpunkt geriet. Nach den Ereignissen der letzten Tagen ist jedoch genau dies eine gute Nachricht.

Wer genauer hingesehen hat, konnte jedoch auch feststellen, dass der 24-Jährige in seiner Bayern-Zeit schon einiges gelernt hat. So zeigte er sich sehr sicher am Ball und brachte über 90 Prozent seiner Bälle zum Mitspieler, während auch vier von sieben langen Bälle ihr Ziel fanden. Gab es nach einiger Unsicherheiten aus Schalker Zeiten noch Bedenken, was die fußballerische Tauglichkeit des Torhüters betrifft, so konnte er diese zumindest vorerst entkräften. Unter den Kollegen wird er ohnehin bereits scherzhaft "Nübelinho" genannt.

Nachdem in der ersten Halbzeit nur ein harmloser Versuch auf Nübels Kasten kam, konnte er sich in der 71. Minute erstmals wirklich beweisen. Nachdem Correa auf ihn zulief, machte er, in gewohnter Neuer-Manier, den Winkel klein indem er seine Körperfläche maximierte und den Ball parierte.

Erneut steht die Null nicht: Auch Nübel kann Gegentreffer nicht verhindern

Umso ärgerlicher, dass er gut zehn Minuten später dann doch noch hinter sich greifen musste. Marco Parolo verkürzte nach einer Freistoßflanke von Andreas Pereira zum 1:2. Hierbei könnte man Nübel dafür kritisieren, nicht rausgekommen zu sein, zumal der Kopfball fünf Meter vor dem Tor abgegeben wurde. Aufgrund der recht zentralen Position wäre dieses Unterfangen jedoch auch nicht ganz so leicht gewesen. Tatsächlich fiel die Kritik von Sky-Kommentator Dittmann und einigen Medien hierbei etwas zu deutlich aus. Alles in allem kann Nübel, der selbst erst aus einer Verletzungspause zurückkam, mit seinem dritten Pflichtspiel durchaus zufrieden.

Ob dieses jetzt wirklich wegen einer Erkältung von Neuer oder durch geheime Einsatzzusagen zustande gekommen ist, sei mal dahingestellt. Gut möglich, dass beides ein wenig reinspielte. Letztendlich war der Unterschied im Vergleich zu den Spielen mit Neuer ohnehin nicht sonderlich auffällig. Ein früherer Schalker im grünen Trikot und ein obligatorisches Gegentor zum Schluss - also alles wie gehabt

Drittes Pflichtspiel von Alexander Nübel: Die Netzreaktionen

Seit seinem für viele unverständlichen Wechsel zum FC Bayern fliegen Alexander Nübel nicht unbedingt die Herzen der Massen in Fußball-Deutschland zu. Kein Wunder also, dass sein dritter Einsatz im Bayern-Kasten auch im Netz heftig thematisiert wurde. So spekulierten die Social-Media-User über die Hintergründe seines Einsatzes und das gewohnte Gegentor, das offenbar bei einem Bayern-Torhüter nicht fehlen darf.

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