Alaba-Abgang steht "zu 100 Prozent" fest - Costa "muss was zeigen"

David Alaba geht in sein letztes halbes Jahr beim FC Bayern
David Alaba geht in sein letztes halbes Jahr beim FC Bayern / Gonzalo Arroyo Moreno/Getty Images
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In den letzten Monaten hatte alles darauf hingedeutet, nun ist es von offizieller Seite bestätigt: David Alaba wird den FC Bayern München im kommenden Sommer verlassen. Das steht nun unwiderruflich und endgültig fest, wie der kicker erfahren hat.

Am Dienstag ließ die Meldung der spanischen Marca aufhorchen, nach der Alaba kurz vor einem Wechsel zu Real Madrid stehe. Das Blatt hatte berichtet, dass der Bayern-Star sogar schon seinen Medizincheck bei den Königlichen absolviert habe.

Deutsche Medien hielten kurz darauf entgegen, dass der Bericht der Marca falsch sei und Alaba nach wie vor keine Entscheidung bezüglich seiner Entscheidung getroffen habe. "Es ist noch nichts fix oder unterschrieben. Es gibt viele Interessenten", erklärte George Alaba gegenüber der Bild danach.

Was der Senior aber in dem Interview verschwieg: Daran, dass sein Sohn den FC Bayern verlassen wird, gibt es laut kicker nicht den geringsten Zweifel mehr. Die Entscheidung, dem Rekordmeister nach 13 Jahren den Rücken zu kehren, steht "zu 100 Prozent" fest! Somit wird der Österreicher definitiv in sein letztes halbes Jahr an der Säbener Straße gehen - auf eine sensationelle Kehrtwende kann man in München nicht mehr hoffen.

Favorit auf eine Verpflichtung bleibt - trotz der übereilten Meldung aus Spanien - nach wie vor Real Madrid. Neben den Königlichen hat Alaba aber auch von Paris Saint-Germain, Manchester United und dem FC Chelsea "sehr gute Angebote" erhalten, "mit Manchester City wurden noch keine Zahlen ausgetauscht", wie der kicker ergänzt. Der FC Barcelona befindet sich ebenfalls im Rennen um den Österreicher, dort hängt jedoch viel von den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen ab.

Nun, da Alabas Entscheidung, die Münchener zu verlassen, definitiv feststeht, wird es auch sehr interessant zu sehen sein, wie Hansi Flick in der Rückrunde mit seinem Schützling plant. Bis zuletzt hatte der Bayern-Coach felsenfest auf den Linksfuß gebaut - trotz Formschwächen und einem starken Lucas Hernandez im Rücken. Nicht nur die Perspektive, sondern auch die sportliche Leistung würde eigentlich klar pro Hernandez und gegen Alaba sprechen.

Vor dem Spiel gegen den FC Augsburg wurde Flick auf der Pressekonferenz natürlich auch zur Personalie Alaba befragt. "Es ist immer möglich, dass ein Spieler geht, wenn sein Vertrag ausläuft. Bis jetzt habe ich aber noch nichts von ihm gehört. Er ist fokussiert und hat es gegen Freiburg gut gemacht. Im Moment sehe ich, dass die Dinge in Richtung eines möglichen Wechsels gehen...", so die vielsagenden Worte des Cheftrainers.

Zu Douglas Costa, der für das vergangenen Spiel nicht mal in den Kader berufen wurde und dessen Leihe laut italienischen Medien vorzeitig abgebrochen werden könnte, hatte Flick ebenfalls klare Worte parat: "Douglas hat viel gearbeitet. Aber aktuell ist der Konkurrenzkampf sehr groß, daher muss man von Spiel zu Spiel sehen. Mit dieser Situation muss jeder Spieler zurechtkommen und dem Trainerteam dann zeigen, welche Qualität er hat." Klingt nicht so, als sei er sonderlich zufrieden mit dem Brasilianer.