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AC Mailand

Giroud: "Kann ein großartiges Paar mit Ibrahimovic sein"

Jan Kupitz
Olivier Giroud hat bei seinem Debüt direkt getroffen
Olivier Giroud hat bei seinem Debüt direkt getroffen / Claudio Villa/Getty Images
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Nach seinem gelungenen Einstand im Milan-Trikot wurde Olivier Giroud am Montag erstmals der Presse vorgestellt. Der Franzose erklärte, dass Gott diesen Wechsel gewollt habe und er auch gemeinsam mit Zlatan Ibrahimovic zusammen auflaufen könne.


Nicht einmal fünf Minuten stand er auf dem Platz, da durfte Olivier Giroud bereits über seinen ersten Treffer im Milan-Dress jubeln. Beim Testspiel gegen OGC Nizza (1:1) wurde der Neuzugang nach rund einer Stunde eingewechselt und wuchtete kurz darauf eine Freistoßflanke von Samu Castillejo ins gegnerische Tor. Ein Vorgeschmack darauf, was die Milan-Tifosi künftig von ihm erwarten können?

Olivier Giroud
Giroud jubelt mit seinen neuen Teamkollegen / Claudio Villa/Getty Images

"Es ist eine Ehre für mich, in einem Verein zu sein, in dem so viele große Stars gespielt haben. Es war auch emotional, mit Paolo Maldini zu sprechen", ließ der 34-Jährige, der für eine Million Euro vom FC Chelsea gekommen war, bescheiden verlauten und ergänzte: "Ich möchte meinen Beitrag leisten, ein großer Bruder für die [vielen jungen] Spieler sein und meine Erfahrung einbringen. Ich hoffe, dass ich auch als guter Mensch in Erinnerung bleibe und nicht nur als großartiger Spieler."

Giroud führte aus, dass die Zeit für einen Wechsel gekommen war und er nach vielen Jahren in der Premier League noch einmal eine neue Liga entdecken wollte. "Gott wollte, dass ich für Mailand spiele. Das ist einer der größten Klubs der Welt und ich glaube wirklich an das Projekt hier. Wir haben das Zeug dazu, eine sehr gute Champions-League-Saison zu spielen", machte der neue Angreifer den Milan-Fans Hoffnungen.

Natürlich wurde der französische EM-Fahrer auch nach seiner neuen Trikotnummer befragt. Giroud entschied sich für die Neun - eine Zahl, auf die in den vergangenen Jahren bei den Rossoneri ein Fluch lastete. Seit dem Karriereende von Pippo Inzaghi konnte kein Spieler mit dieser Nummer abliefern, sei es ein Gonzalo Higuain, Alexandre Pato, André Silva oder Fernando Torres. "Ich bin nicht abergläubisch", stellte Giroud jedoch klar, "eine Rückennummer kann nichts an meiner Spielweise ändern. Stürmer wie Inzaghi, Marco van Basten und Jean-Pierre Papin haben dieses Trikot für Milan getragen, aber ich fühle keinen Druck."

Der Neuzugang führte zudem aus, dass es für ihn "eine Ehre" sei, "an der Seite eines so großartigen Spielers wie Ibra zu spielen". Ob er auch zusammen mit Zlatan Ibrahimovic auf dem Platz stehen könne, müsse letztlich Stefano Pioli beantworten. Doch Giroud betonte, dass er seine Qualitäten auch an die des Schweden anpassen könne. Ohnehin sei der 39-Jährige ein etwas anderer Spielertyp, da er sich sehr oft fallen lasse und Angriffe selbst initiiere.

"Es ist einfach, an der Seite eines Spielers mit seiner Persönlichkeit zu spielen. Ich bin sicher, dass wir ein großartiges Paar sein können, ich bin mit großer Demut hier angekommen", unterstrich der Franzose. "Ich denke, in letzter Zeit ist Ibrahimovic eher die Nummer zehn, ein Spielmacher. Mit großartigen Spielern zu spielen, ist nicht schwer."

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