Serie A

AC Milan und Inter geben Pläne für das neue Stadion bekannt

Jan Kupitz
Milan und Inter kehren dem San Siro den Rücken
Milan und Inter kehren dem San Siro den Rücken / Maria Moratti/GettyImages
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Das neue Stadionprojekt von AC Milan und Inter Mailand nimmt endlich Fahrt auf: Die beiden Topklubs haben bestätigt, dass sie das Projekt von Populous - mit dem Spitznamen "Die Kathedrale" - ausgewählt haben.


Das Stadio Giuseppe Meazza ist seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Heimstätte von Inter, während Milan dort sogar schon seit 1926 spielt. Der italienische Tempel zählt ohne Frage zu einem der kultigsten Stadien im Weltfußball - sieht jedoch seinem Ende entgegen.

Beide Mailänder Vereine gaben am Dienstag bekannt, dass die Pläne für ein neues Stadion in Arbeit sind, nachdem sie das Projekt von Populous dem von MANICA vorgezogen haben.

Populous hat Erfahrung mit der Planung und dem Bau von Weltklassestadien und ist unter anderem für das Tottenham Hotspur Stadium, das Emirates Stadium und Wembley verantwortlich.

Milan-Präsident Paolo Scaroni sagte in einer Erklärung: "Das neue San Siro wird das schönste Stadion der Welt sein, weil es eine starke Identität und einen hohen Wiedererkennungswert hat. Eine attraktive, zugängliche und nachhaltige Arena für die Stadt Mailand, die das Wachstum der Vereine und ihre globale Wettbewerbsfähigkeit fördern wird."

Alessandro Antonello, Corporate CEO von Inter, fügte hinzu: "Das neue Stadion von Mailand wird in einer besonders modernen Grünanlage liegen, in der man das ganze Jahr über leben kann. Das neue Sport- und Freizeitviertel mit seinem 50.000 Quadratmeter großen Park wird San Siro zum bevorzugten Viertel für Sport und Unterhaltung machen."

Die Kapazität des neuen Stadions wurde in dieser jüngsten Erklärung nicht erwähnt, aber sie wird höchstwahrscheinlich geringer sein als die 80.000 Plätze, die San Siro bietet. Zuletzt wurde über knapp 60.000 Plätze spekuliert.

Das Problem mit den Stadien in der Serie A war schon immer die Frage der Eigentumsverhältnisse, da die meisten Stadien - einschließlich San Siro - im Besitz von Städten oder regionalen Behörden sind, was bedeutet, dass die Vereine nicht in der Lage sind, die Ticketeinnahmen zu maximieren.

Das Allianz Stadium von Juventus Turin fasst zwar nur rund 40.000 Zuschauer, ist aber im Besitz des Vereins selbst. Der finanzielle Aufschwung durch Ticketeinnahmen und andere Stadionveranstaltungen war ein Faktor für die Vorherrschaft des Vereins in Italien in den 2010er Jahren.

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