Der ​VfB Stuttgart gehört in die ​Bundesliga, darüber ist sich wohl der Großteil der deutschen Fußball-Fans einig - und die VfB-Fans sowieso. Was aber, wenn der Aufstieg in dieser Saison nicht gelingt? Verlassen dann alle Mann das sinkende Schiff? Welcher VfB-Spieler könnte den Verein im Falle eines Nicht-Aufstieges wechseln? Viele Fragen - doch momentan wenige Antworten. 90min räumt einmal auf.


Schaut man auf den Kader der Schwaben, so fragt man sich: "Warum ist dieses Team nicht in der Europa League oder wenigstens in der Bundesliga?" Tut mir leid, ich weiß es auch nicht. 


Der VfB ist einer der überraschendsten Absteiger dieses Jahrzehnts. Viele Spieler sind geblieben, ein paar sind nach dem Abstieg gegangen. Das Gleiche könnte passieren, sollte der VfB dieses Jahr den Aufstieg nicht packen. Momentan steht man auf Platz zwei der Tabelle der ​2.Bundesliga mit einem Punkt vor dem ​HSV und vier vor Lokalrivale ​Heidenheim - dann kommt lange erstmal nichts in der Tabelle. 


In trockenen Tüchern ist hier auf jeden Fall noch nichts, das wissen auch die Spieler. Noch sind sie mit dem Brustring unterwegs, aber bei manchen fragt man sich: "Wie lange noch?" 


90min zeigt ein paar Kandidaten, die bei einem Verbleib in der 2.Bundesliga vom Zug abspringen könnten.


Nicolas Gonzalez

7,2 Millionen Euro Marktwert

Nicolas Gonzalez

Er war im Sommer fast weg - nach Italien, in die Niederlande oder zurück in die argentinische Heimat. ​Gonzalez wollte eigentlich nicht mehr bleiben, auch da er beim VfB nach seiner unglücklichen Abseitsstellung im Relegationsspiel zum absoluten Buhmann erklärt wurde. Aber anstatt im Sommer zu Inter Mailand oder PSV Eindhoven zu flüchten, biss er sich beim VfB durch und wurde trotz des Abstiegs zum Nationalspieler für Argentinien. 


Klar ist aber: Bei einem Nicht-Aufstieg wäre er wohl weg, um seine Entwicklung und seinen Platz im Nationalteam nicht zu gefährden. Für ihn würde der VfB eine zweistellige Millionen-Summe generieren und Interessenten wären da.


Orel Mangala

11 Millionen Euro Marktwert

Orel Mangala

Mangala ist der wertvollste Kicker der 2.Bundesliga, mit ihm könnte der VfB also richtig Kasse machen. Der Belgier hat noch ​Vertrag bis 2023, wäre also für Interessenten richtig teuer. Gäbe es keinen Aufstieg, würde aber selbst den reichen Schwaben die Kohle fehlen - und die Corona-Krise kommt oben drauf. 


Schon im Sommer 2019 machte Olympique Marseille große Augen bei Mangala, dieser blieb aber am Neckar. Das würde sich ziemlich sicher ändern, wenn die Stuttgarter noch über den Sommer 2020 hinaus im Unterhaus verweilen müssten. Ins Anforderungsprofil vieler Klubs würde er passen.


Philipp Klement

1,6 Millionen Euro Marktwert

Philipp Klement

Sein Engagement beim VfB haben sich beide Parteien wohl anders vorgestellt. ​Klement fand in Stuttgart überhaupt nicht in die Spur und steht in der Rangfolge um die Spielmacherposition hinten an. Unabhängig vom Aufstieg wird der Ludwigshafener wohl im Sommer das Schwabenland verlassen, um wieder auf mehr Spielpraxis zu kommen.


Gregor Kobel

4 Millionen Euro Marktwert

Gregor Kobel

Kobel ist ein besonderer Fall, denn er gehört dem VfB noch gar nicht, sondern steht eigentlich bei der ​TSG Hoffenheim unter Vertrag. Sollten die Württemberger nicht aufsteigen, wird Kobel ziemlich sicher zur TSG zurückkehren - ob er dort über den Sommer hinaus bleibt, steht auf einem anderen Blatt, in Stuttgart wird er jedoch dann nicht zu halten sein. ​Abnehmer würden die Kraichgauer wohl ziemlich sicher finden.


Marc Oliver Kempf

4 Millionen Euro Marktwert

Marc Oliver Kempf ,

Er ist der Kapitän und ein Vorbild beim VfB, aber eben auch hoch ambitioniert. Ein weiteres Jahr Zweitklassigkeit wird der Hesse bestimmt nicht mitmachen, daran kann auch das Spielführer-Amt wenig ändern. ​Er war jetzt lange verletzt und ist zwar in der Regel gesetzt, muss sich aber auch wieder dem Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung stellen


Im letzten Jahr klopften bereits ​Schalke 04 und ​Borussia Mönchengladbach an, beide könnten ihr Interesse im kommenden Sommer wieder reaktivieren.


Borna Sosa

2,7 Millionen Euro Marktwert

Borna Sosa

Wie viele andere im VfB-Kader auch ist Borna Sosa mit 22 Jahren noch sehr jung. Mit sehr viel Potential ist der junge Kroate gesegnet. Seine gute Entwicklung wurde gegen Wiesbaden durch ein grobes Foul von Paterson Chato vorerst beendet. Jetzt sind auf seinem Platz Wamangituka oder auch Gonzalez unterwegs. 


Der Mann mit dem Stirnband will sich zurückkämpfen. Im letzten Sommer war die AS Rom stark am Außenverteidiger dran. Wenn die Cannstatter Jungs nicht aufsteigen, dann wird Borna Sosa ziemlich sicher einen anderen Weg einschlagen. ​Angebote wird er ziemlich sicher erhalten.