​Mit dem Transfer des 20-jährigen Offensivtalents Adam Gnezda Cerin sind bislang beide Seiten unzufrieden. In dem slowenischen Youngster stecke aber das Potenzial zum Top-Spieler. Das behauptet zumindest sein Berater Amir Ruznic, der gegenüber den Verantwortlichen des ​1. FC Nürnberg Druck ausüben möchte. 

​Während man die ​Verpflichtung des slowenischen Talents Adam Gnezda Cerin beim 1. FC Nürnberg im Sommer noch als hervorragendes Last-Minute-Schnäppchen betitelte, herrscht bei den Franken inzwischen Ernüchterung. Rund eine Million Euro Ablöse ist für einen Bankdrücker dann doch eine beträchtliche Summe.


​Cerin und der Club - ein Missverständnis?

​Der Transfer des zentralen Mittelfeldspielers wird immer mehr zu einem Missverständnis. Trotz gehöriger Portion Spielfreude im Gepäck, durfte der 20-Jährige bis dato erst vier Mal für den Club auflaufen. Dabei schafft es Cerin, der mit seinem vorherigen Heimatklub NK Domzale sogar vier Qualifikationsspiele der Europa League bestritt und ein Tor schoss, auf gerade einmal 70 Minuten Einsatzzeit im Trikot des ​Zweitligisten


"Ich bin ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann", sagte Cerin unmittelbar nach seinem Wechsel zum 1. FC Nürnberg.

​Bei seinem Startelf-Debüt gegen den ​HSV unmittelbar nach der Winterpause folgte der K.O.-Schlag. Im defensiven Mittelfeld konnte sich der vierfache U21-Nationalspieler Sloweniens so gar nicht behaupten und wurde nach 41 Minuten von Trainer Jens Keller ausgewechselt. Während der folgenden sechs Spiele nahm Cerin ununterbrochen auf der Bank Platz. Nach der Corona-Pause dürfte sich daran so schnell nichts ändern.

​​Cerin hat "das Zeug zu einem Top-Spieler"

​Das glaubt auch sein Berater Amir Ruznic. Der 47-jährige Ex-Profi ist verständlicherweise alles andere als begeistert mit der aktuellen Situation seines Schützlings und übt schon jetzt gegenüber der BILD verbalen Druck aus: "Wenn es wieder leichter ist, zu reisen, werde ich nach Nürnberg kommen und mit den Verantwortlichen reden. Ich will wissen, ob sie weiter auf ihn zählen."

​Bisher gab es zu wenig Möglichkeiten, die dem Offensiv-Talent geboten wurden. Aus Sicht seines Beraters habe er "das Zeug zu einem Top-Spieler". Dafür bräuchte Cerin allerdings Gelegenheiten, sein Potenzial zu zeigen - und die bleiben derzeit aus.