​Zum Ende des Sommertransfer-Fensters kam Martin Harnik (32) auf Leihbasis vom ​SV Werder Bremen zum ​Hamburger SV. Für die Dauer der aktuellen Spielzeit übernahmen die Grün-Weißen dabei das Gehalt des gebürtigen Hamburgers, der HSV akzeptierte im Gegenzug eine bindende Kaufoption. Die soll nach jüngsten Informationen der Bremer deichstube.de (Kreiszeitung) sogar noch höher ausfallen als bislang kolportiert.


Eine Million Gehalt gehen auf Kosten der Bremer, eine Million beträgt die Kaufoption der Hamburger - das waren die bislang bekannt gemachten Eckdaten des Deals. Doch die Deichstube wartet nun mit einem fast doppelt so hohen Betrag auf. Eine Quelle für die neuen Zahlen nannte sie dabei jedoch nicht. 


Demnach müsse der HSV, im Falle des Aufstieges (nur dann greift die Option!), nun sogar zwei Millionen Euro an den Bremer Erzrivalen zahlen. Die Differenz mal weggelassen, kann das Vertragskonstrukt so oder so noch für sehr pikante Konstellationen sorgen. 


Relegation zwischen HSV und Werder - mit Harnik als Zünglein an der Waage?


Die am wenigsten heikle von ihnen wäre sicherlich, dass die Bremer den Hamburger Kontrahenten den Wiederaufstieg in die Bundesliga "gönnen" müssten. Doch um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, schwebt ja auch das Szenario einer möglichen Relegation zwischen den Nordrivalen über der Zukunft. Und das sind beileibe nicht nur reine Gedankenspielereien. Der HSV ist aktuell dritter der Zweiten Liga - und Werder seinerseits nur vier Punkte (bei einem Spiel weniger!) vom (vorerst) rettenden 16. Platz entfernt. 


Man stelle sich vor, Harnik erzielt in diesen durchaus möglichen Entscheidungsspielen zwischen beiden Klubs das entscheidende Tor - für den HSV! Und schießt damit seinen alten Klub in die Zweite Liga. In diesem Fall dürften sich auch die nun ins Gespräch gebrachten zwei Millionen Euro nur wie ein schlechtes Trostpflaster für die Bremer anfühlen. Und dem HSV, im Gegensatz, wohl jeden einzelnen Cent wert sein.