Filip Kostic hat bis zur Spielpause eine großartige Saison für ​Eintracht Frankfurt gespielt und galt als ein Kandidat für einen Wechsel zu einem Top-Klub in Europa. Nach Meinung von Sport-Vorstand Fredi Bobic ändert die Corona-Krise nichts daran.​


Bevor die Corona-Pandemie alles lahmlegte, hatte Eintracht Frankfurts Filip Kostic in Europa große Begehrlichkeiten geweckt. Durch seine konstant starken Leistungen auf der linken Außenbahn und zwölf Toren sowie 15 Vorlagen in dieser Saison war der Serbe beispielsweise bei ​Inter Mailand auf dem Zettel, nach Informationen von fussball.news war auch der ​FC Barcelona dran.


Eine Verpflichtung von Filip Kostic würde aber nicht günstig werden, wegen der finanziellen Einbußen aufgrund der Corona-Krise könnte der ein oder andere Klub deshalb davon absehen. Frankfurts Sport-Vorstand Fredi Bobic ist da aber anderer Meinung, ein Transfer sei nicht ausgeschlossen: "Nein, das kann ich nicht sagen, da ich auch nicht 100-prozentig weiß, wie es sich in anderen Ländern entwickelt", erklärte Bobic im kicker.

Filip Kostic

Seit seinem Wechsel nach Frankfurt 2018 blüht Kostic richtig auf


Gute Spieler hätten auch in schwierigen Zeiten immer einen Markt, "und Filip ist ein herausragender Spieler", stellte Bobic klar. Dabei spiele auch das Alter keine Rolle. "Entweder bist du gut oder du bist nicht gut." Der kicker hatte spekuliert, sollte Kostic den Schritt zu einem großen Klub machen wollen, dann jetzt mit 28.


Doch spekulieren wollte Bobic nicht: "Wir würden uns alle freuen, wenn Filip bei uns bleibt. Keiner kann jedoch voraussehen, was auf dem Transfermarkt los sein wird und ob die großen Vereine liquide sind. Wird die Champions League fertig gespielt? Wie hoch sind die Einnahmeverluste der großen Klubs? Das kann keiner richtig greifen. Deshalb ergibt es keinen Sinn, über mögliche Abgänge zu sprechen."


Deutschland bald im Vorteil?


Dennoch sieht Bobic die Chance, dass der deutsche Fußball in nächsten Zeit in einer guten Position auf dem Transfermarkt ist, da in Deutschland bereits über eine Fortsetzung des Spielbetriebes gesprochen werden kann. "Wenn wir uns in Deutschland durch die gute Arbeit der Politik, der Medizin und in den Unternehmen als Erste Schritt für Schritt zurück in die Normalität bewegen könnten, wäre das ein positives Signal für den globalen Sport und würde Deutschland richtig nach vorne bringen", meinte der 48-Jährige. "Das wäre für den deutschen Sport insgesamt ein riesiger Vorteil, da sehe ich eine große Chance, und das kann für uns positive Effekte haben."


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