Seit fast drei Jahren spielt Ousmane Dembélé für den ​FC Barcelona, und bis heute wird der einstige Rekordtransfer wegen seiner Verletzungsanfälligkeit kritisch beäugt. Laut Mundo Deportivo wollen ihn die Katalanen halten, bei einem Sinneswandel stünden jedoch einige Klubs bereit.


105 Millionen Euro - samt Boni in Höhe von 40 Millionen Euro - war Barça vor drei Jahren bereit, ​Borussia Dortmund für Ousmane Dembélé zu bieten. Der auserkorene Nachfolger des zu Paris St. Germain abgewanderten Neymar kommt seither allerdings nur auf 74 Pflichtspiele. Der 22-Jährige, der neben dem Platz als Enfant Terrible für zahlreiche Negativschlagzeilen gesorgt hat, ist von einer extremen Verletzungsanfälligkeit geplagt.


"Er ist ein guter Spieler, der uns helfen könnte, weil er viel Schnelligkeit hat und große Voraussetzungen", sagte Barça-Trainer Quique Setien im Gespräch mit der ​Süddeutschen Zeitung. Doch die vielen Verletzungen stimmen den 61-Jährigen nachdenklich. Dembélé habe "ein Martyrium hinter sich", müsse seinen Körper endlich "in den Griff bekommen" und benötige Kontinuität. 

Ousmane Dembele

            Fast vier Monate ist es her, dass sich Ousmane Dembélé erneut am Oberschenkel verletzt hat


Wie so oft ist es auch in dieser Saison der Oberschenkel, der Probleme bereitet. Ausgerechnet im Champions-League-Gruppenspiel gegen die Ex-Kollegen aus Dortmund Ende November ereilte Dembélé das nächste Schicksal, seitdem fällt er wieder aus. In dieser Saison absolvierte er nur neun von 38 möglichen Partien. 26 verpasste er verletzungsbedingt, nach seinem Platzverweis beim klaren 4:0-Sieg über den FC Sevilla im Oktober wurde er für drei Spiele gesperrt.


United und Arsenal interessiert


Noch, schreibt Mundo Deportivo, soll Dembélé nicht verkauft werden. Die Klubverantwortlichen sollen darauf hoffen, dass er nach seiner Leidenszeit auf sich und seinen Körper achtet, um das Verletzungsrisiko auch aus eigenem Interesse zu verringern. Aus seinem Umfeld sei zudem zu hören, dass er einzig und allein in Barcelona erfolgreich sein wolle. 


Trotz alledem sollen einige Klubs gemäß dem Fall, dass ein Umdenken stattfindet, an einer Verpflichtung interessiert sein. Dazu zählen angeblich ​Manchester United und der ​FC Arsenal. Mundo Deportivo beruft sich dabei auf Informationen aus England und Frankreich. So soll Nationalmannschaftskollege Anthony Martial, der seit 2015 bei United unter Vertrag steht, häufiger mit Dembélé über die Stadt und den Verein sprechen. 


In Barcelona besitzt Dembélé einen Vertrag bis 2022, bereits im vergangenen Jahr wurde über einen vorzeitigen Abschied spekuliert. Allerdings haben beide Seiten offenbar noch nicht die Hoffnung verloren, dass er eines Tages endlich mit den erwarteten Leistungen für positive Schlagzeilen sorgt.