​​HSV-Trainer Dieter Hecking belegt mit seiner Mannschaft den dritten Platz in der 2. Bundesliga. Noch neun Spieltage sind offen; wo die Hanseaten am Saisonende landen, ist äußerst schwierig zu prognostizieren. Auch die Zukunft des derzeitigen Chefcoaches ist ungewiss.


Planungssicherheit? Fehlanzeige


Ein Blick auf die Tabelle: Der Hamburger SV holte aus 25 Partien 44 Punkte. Zwölf Siege, acht Unentschieden und fünf Niederlagen stehen zu Buche. Nur Spitzenreiter ​Arminia Bielefeld, der sieben Punkte Vorsprung auf die Rothosen hat, verlor seltener (zweimal). Zwischen dem Ligaprimus und den Hanseaten verweilt der ​VfB Stuttgart, der einen Zähler mehr als die Hecking-Truppe einfuhr. Auf Rang vier, mit 41 Punkten, liegt der ​1. FC Heidenheim.


Die Tabellenkonstellation verdeutlicht, dass ein Hamburger Aufstieg alles andere als in trockenen Tüchern ist. Dazu kommt, dass unklar ist, wie und ob die Saison aufgrund der Corona-Auswirkungen beendet werden kann.


Die Szenarien der Besetzung des Cheftrainerpostens


Wie die BILD berichtet, verlängert sich Heckings Vertrag, wenn der Aufstieg in die erste Liga erreicht wird, um ein Jahr, endet jedoch, sollte der Verein auch nächste Saison in der 2. Bundesliga bleiben. Spielt der HSV kommende Spielzeit im ​deutschen Fußball-Oberhaus und schafft dort den Klassenerhalt, würde Heckings Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert werden - insofern dieser das denn auch wolle.

Dieter Hecking


Im Gespräch mit der BILD äußerte sich Hecking zu Jahresbeginn in Bezug auf das Szenario des Nicht-Aufstieges: "Ich kann Ihnen verraten, dass ich selbst in diesem Fall nicht ausschließen würde, über den Sommer hinaus zu bleiben. Wenn es gewünscht wird und wenn vor allem weiterhin so gearbeitet wird, wie wir jetzt arbeiten."


Der 55-jährige Nordrhein-Westfale scheint sich in der Hansestadt also durchaus wohl zu fühlen.

Nach BILD-Informationen wird beim HSV erst nach Saisonende entschieden, wer - sollte man den Aufstieg verpassen - in der Spielzeit 20/21 als Cheftcoach fungiert. Dann wird sich zeigen, ob Hecking die Verantwortlichen um Vereinspräsident und Aufsichtsratsvorsitzenden Marcell Jansen trotz eines weiteren Jahres Zweitklassigkeit von einer anhaltenden gemeinsamen Zusammenarbeit überzeugen kann.