27 Jahre lang war Alex Ferguson Trainer des englischen Rekordmeisters Manchester United. Von 1986 bis 2013 gibt es fast nichts, was er in dieser Zeit nicht gewonnen hätte. Unter anderem 13 Meistertitel, zwei Champions-League-Triumphe und fünf Pokalsiege sprechen eine deutliche Sprache. Unter ihm durften einige der besten Spieler aller Zeiten ihre Schuhe schnüren, auch ein gewisser Cristiano Ronaldo lernte noch vom erfahrenen Schotten. In diesem Sinne: Die zehn ersten Transfers des 78-Jährigen bei Manchester United.


Pat McGibbon

Iffy Onuora, Pat McGibbon

​Pat McGibbon war der allererste Transfer Fergusons bei den Red Lions und zur Enttäuschung aller gleich ein Fehleinkauf. Lediglich einmal durfte McGibbon im Ligapokal für ManUnited auflaufen. Das Spiel verlor man mit 0:3 gegen York City. Es folgte ein Transfer zu Wigan Athletic. McGibbon lief nie wieder für Manchester auf. 


Dion Dublin

Dion Dublin

​Auch Dion Dublin war nicht der erhoffte Königstransfer. Dublin war damals die günstige Alternative zu Alan Shearer, den Ferguson wohl lieber gehabt hätte, und wechselte für rund eine Millionen Pfund zum Rekordmeister. 


Doch nach bereits weniger als einem Monat beendete ein gebrochenes Bein die Karriere Dublins in Manchester.


Zwar konnte Dublin nach seiner Genesung noch weitere Auftritte in der Premier League hinlegen, unter anderem für Aston Villa, für Manchester spielte er jedoch nicht mehr. 


Eric Cantona

Eric Cantona

Um Dion Dublin zu ersetzen, wurde Stürmer Eric Cantona für etwas mehr als eine Million Euro von Leeds verpflichtet und stellte sich letztlich als einer der besten Transfers Fergusons heraus. 


82 Tore erzielte der exzentrische Franzose in fünf Spielzeiten bei Manchester United, und gewann unter anderem viermal die englische Meisterschaft. Ein Transfer, der sich trotz der streitbaren Persönlichkeit Cantonas voll und ganz ausgezahlt hat, der seine Fußballkarriere als aktiver Profi bereits mit 30 Jahren beendete. 


Roy Keane

Roy Keane

Heute eher als TV-Experte ein Begriff, machte Roy Keane 1993 auf sich aufmerksam, als ManUnited die bis dahin höchste Ablösesumme Großbritanniens für ihn auf den Tisch legte, und rund 3,75 Millionen Pfund an Nottingham Forrest überwies. 


Eine Investition, die sich später als genau richtig herausstellen sollte. 480-mal lief Keane für die Red Devils auf. In seiner Vita stehen seitdem nicht nur das Kapitänsamt bei einem der prestigeträchtigsten Klubs der Welt, sondern auch sieben Meistertitel.


Auch wenn eine Auseinandersetzung mit Ferguson schließlich den Abschied Keanes aus Manchester mit bewirkte, bleibt der heute 48-jährige Ire wohl für immer eine der größten Klub-Legenden aller Zeiten. 


Graeme Tomlinson

Dag & Red v Exeter X

Auch Graeme Tomlison ist einer dieser Spieler, die man nicht unbedingt mit Manchester United in Verbindung bringt, geschweige denn überhaupt auf dem Zettel hat. Das hat Gründe.


Unter anderem, dass Tomlinson lediglich ein einziges Spiel für die erste Mannschaft der Red Devils absolvierte und nach vier langen Jahren im Verein schließlich zu Macclesfield Town wechselte. 


David May


Im Jahr 1994 für 1,2 Millionen Euro verpflichtet, verbrachte May am Ende ganze neun Saisons in Manchester.


Zwar nicht immer Stammspieler, gewann er in der Saison 1998/1999 dennoch das Triple und konnte, auch wenn er kein Spiel in der Champions League absolvierte, immerhin im FA-Cup helfen. Letztlich ein schwacher Trost dafür, dass er aufgrund zu weniger gespielter Minuten in der Liga keine Meister-Medaille bekam. 


Andy Cole

Andrew Cole

​Auch Andy Cole war den Red Devils eine Rekordsumme wert. Sechs Millionen Pfund plus Keith Gillespie wanderten für Cole zu Newcastle United. 


In sieben Jahren erzielte der Stürmer 121 Tore für den Klub und gewann neben dem Triple auch noch fünf Meistertitel. Cole war Teil der erfolgreichsten Manchester-Ära.


Unbeliebt machte er sich dennoch, als er sich 2005 entschied, sich dem Stadtrivalen Manchester City anzuschließen. 


Nick Culkin

Nick Culkin,Luis Garcia

Nick Culkin ist nach wie vor Halter eines der weniger ruhmreichen Premier-League-Rekorde, und zwar den des kürzesten Liga-Debüts aller Zeiten. 


Am 22. August 1999 wurde Cilkin für Raimond Van der Gouw gegen Arsenal eingewechselt, um noch etwas Zeit von der Uhr zu nehmen. Der Keeper durfte einen Freistoß ausführen, dann wurde abgepfiffen. Und damit steht das Ereignis beinahe stellvertretend für die kurze Karriere des Engländers. 


Eine schwere Knieverletzung zwang ihn mit gerade einmal 26 Jahren zum Karriereende.


William Prunier

FOOT-TOULOUSE-PSG

Der Franzose war ursprünglich lediglich nur als Ergänzung gedacht, bekam jedoch aufgrund von Verletzungen im Kader dennoch seine Chance in der ersten Mannschaft. 


In der ersten Partie gegen die Queens Park Rangers ging das noch gut. Das zweite Spiel mit Prunier im Kader wurde allerdings zu einem 1:4-Debakel gegen Tottenham. Prunier wurde Jahre später zum sechstschlechtesten United-Spieler aller Zeiten gewählt.


Raimond van der Gouw

Dutch Eredivisie - "Excelsior Rotterdam v Vitesse Arnhem"

Raimond van der Gouw wurde als Backup verpflichtet und konnte über diese ihm zugedachte Rolle auch nie hinauskommen. Erst Vertreter von Torwart-Legende Peter Schmeichel, dann Mark Bosnich und später von Fabien Barthez, kam er schließlich auf insgesamt 60 Spiele im Old Trafford.