Borussia Dortmund hat ein gutes Händchen für eine nachhaltige Transferpolitik. Über kostengünstige Neuverpflichtungen, die einige Jahre später einen hohen Gewinn erzielten, verschafften sich die Westfalen ein gesundes Polster, das in der Folge reinvestiert wurde - wenngleich diese Investitionen nicht immer von Erfolg gekrönt waren. 90min listet die acht besten Transferperioden des BVB.


8) 2012/13

Champions League - Ajax Amsterdam v Borussia Dortmund

Im Sommer 2012 war kein großer Umbruch nötig, schließlich feierte Dortmund das Double, konnte mit Ausnahme von Shinji Kagawa seine Top-Spieler halten und musste den Kader daher nur punktuell verstärken.


26,5 Millionen Euro wurden in die Hand genommen, allein knapp 17 Millionen Euro wurden für den Transfer von Marco Reus fällig. Der damalige Shootingstar von Borussia Mönchengladbach spielt heute noch in Schwarz-Gelb, wurde im Sommer 2018 zum Mannschaftskapitän ernannt und zählt noch immer zu den absoluten Schlüsselspielern. 


Reus kompensierte den Verlust von Kagawa eindrucksvoll. Der Japaner verließ gemeinsam mit Lucas Barrios, Ivan Perisic, Dimitar Rangelov, Chris Löwe und Marco Stiepermann den BVB, der ein Transferplus von etwa 7,35 Millionen Euro erwirtschaftete. 


7) 2008/09

RESTRICTIONS / EMBARGO - ONLINE CLIENTS

Der zweifelsohne größte Transfer des Sommers 2008 war der von Jürgen Klopp, der vorherige Trainer des FSV Mainz 05 heuerte nach sieben Jahren in Dortmund an und führte den Klub zurück an die Spitze der Bundesliga. 


Der Spielerkader wurde umgekrempelt, neben zahlreichen Abgängen wie Mladen Petric, Diego Klimowicz, Steven Pienaar oder Robert Kovac wurden junge Akteure wie Neven Subotic, Felipe Santana oder Kevin-Prince Boateng verpflichtet. Neben Klopps ehemaligem Schützling Mohamed Zidan kam auch Patrick Owomoyela. Dank dieser Neuzugänge feierte Klopp in seiner Debütsaison einen sechsten Tabellenplatz und den Einzug ins Pokal-Achtelfinale. 


6) 2017/18

Jadon Sancho

In beiden Transferperioden der Saison 2017/18 wurden die Kassen wegen zahlreicher Abgänge, zu denen Ousmane Dembélé, Pierre-Emerick Aubameyang, Matthias Ginter oder Sven Bender gehörten, mit knapp 261 Millionen Euro aufgefüllt.


Investiert haben die Dortmunder knapp 110 Millionen Euro, neben weniger berauschenden Neuverpflichtungen wie Andrij Yarmolenko, Maximilian Philipp, Ömer Toprak, Mo Dahoud oder Jeremy Toljan kamen allerdings auch Manuel Akanji, Jadon Sancho und Dan-Axel Zagadou, die sich in den Folgejahren zu Eckpfeilern entwickelten.


5) 2018/19

Axel Witsel

Nach der schwachen Saison 2017/18 wurden wieder einmal zahlreiche Änderungen vorgenommen. Auf der Trainerbank saß von nun an Lucien Favre, der in der Folge 14 Spieler verabschiedete und acht Neuzugänge in seinen Reihen begrüßte.


Mit Thomas Delaney und Axel Witsel kam Robustheit und Mentalität ins zentrale Mittelfeld, Paco Alcácer entwickelte sich zum Torjäger schlechthin, Achraf Hakimi sorgte als offensiver Rechtsverteidiger für Furore und Abdou Diallo war eine Allzweckwaffe in der Viererkette. Wegen einer schwachen Rückrunde verspielte Dortmund die Meisterschaft, durfte insgesamt aber mehr als zufrieden sein.


4) 2009/10

RESTRICTIONS / EMBARGO - ONLINE CLIENTS

Die Umsätze sahen in der Saison 2009/10 noch ganz anders aus, doch die Sportliche Leitung hat seinerzeit bewiesen, dass man auch für kleines Geld gute Spieler verpflichten kann.


Nach einem Leihgeschäft wurde der 4,2 Millionen Euro günstige Transfer von Mats Hummels abgewickelt, für dieselbe Summe wurde Lucas Barrios verpflichtet; und Sven Bender kostete sogar nur 1,5 Millionen Euro. Auf dem Weg zu den Meisterschaften in den Jahren 2011 und 2012 waren speziell die Transfers von Hummels und Bender von großer Bedeutung.


3) 2013/14

FBL-EUR-C1-DORTMUND-PRESSER

2013 wechselte Mario Götze zum FC Bayern München. Der Verlust des offensiven Mittelfeldspielers war schmerzhaft, aber aus sportlicher wie wirtschaftlicher Sicht verstärkte sich der BVB sinnhaft.


Mit Pierre-Emerick Aubameyang und Henrikh Mkhitaryan wurden zwei Schlüsselspieler für die Folgejahre verpflichtet, speziell unter Klopp-Nachfolger Thomas Tuchel drehten beide auf. Das Duo sollte dem Klub später rund 106 Millionen Euro in die Kassen spülen. Obendrein kam mit Sokratis ein konsequenter Innenverteidiger vom SV Werder Bremen, der Transfer von Milos Jojic ging indes unter.


2) 2010/11

Dortmund's striker Robert Lewandowski re

Der Grundstein für die Meisterschaft wurde bereits in den Jahren 2008 und 2009 gelegt, doch auch im Sommer vor dem überraschenden Titelgewinn wurden einige Rohdiamanten verpflichtet.


Der mit Abstand teuerste Neuzugang war Robert Lewandowski, der spätere Torjäger kam für nur 4,75 Millionen Euro von Lech Posen. Neben Mitchell Langerak und Antonio da Silva wurden auch Lukas Piszczek und Shinji Kagawa verpflichtet, das Duo kam ablösefrei von Hertha BSC respektive Cerezo Osaka. Während Lewandowski und Kagawa den BVB einige Jahre später verließen, ist Piszczek auch heute noch ein fester Bestandteil der Mannschaft.


1) 2019/20

Julian Brandtd

Die verpasste Meisterschaft im Jahr 2019 hat den Verantwortlichen geschmerzt. Trotz des erfolgreichen Umbruchs fehlte das gewisse Etwas, also wurde kräftig nachgelegt.


Mit Julian Brandt, Thorgan Hazard und Nico Schulz wurden drei verhältnismäßig kostengünstige Neuzugänge binnen drei Tagen bekanntgegeben. Für die defensive Stabilität kehrte Mats Hummels nach drei Jahren beim FC Bayern zurück, im Winter wurden mit Erling Haaland und Emre Can zudem zwei Arbeitstiere für die Sturmspitze und das zentrale Mittelfeld verpflichtet. Seit der Systemumstellung auf 3-5-2​ spielt Dortmund seine geballte Offensivpower aus, bleibt aber auch defensiv stabil.