In der Gladbacher U23 soll es in der kommenden Saison einen kleinen Umbruch geben, damit wieder mehr Talente den Weg zu den Profis schaffen können. In der Jugend der Borussia tummeln sich einige vielversprechende Talente.


​Der Spitzname "Die Fohlen" kommt bei ​Borussia Mönchengladbach nicht von ungefähr: Er stammt aus einer Zeit, als die Gladbacher die ​Bundesliga mit jungen Spielen und wildem Offensivspiel begeisterten. Der Weg der eigenen Nachwuchsförderung hat dabei nie aufgehört, auch in jüngeren Jahren sind viele Spieler aus der Gladbacher Jugend hervorgegangen.


Nachwuchsdirektor Roland Virkus zeigte sich im Interview mit der Rheinischen Post sehr zufrieden mit dem heutigen Stand der Dinge im Fohlenstall: "Alle unseren jüngeren Teams stehen in ihren Ligen oben: Die U15, die U14, die U13 und die U12. Das macht schon Spaß und zeigt, dass wir gut aufgestellt sind."


Auch in der nahen Zukunft profitieren die Gladbacher Profis von der guten Nachwuchsarbeit, denn im Unterbau wird ab der kommenden Saison der Grundstein dafür gelegt, Jugendspieler für die Bundesliga zu entwickeln: In der U23 der Fohlen, die in der Regionalliga West spielt, wird es laut Virkus zur neuen Saison einen Umbruch geben. Die Mannschaft werde in der kommenden Saison "jung, sehr jung". Aus der U19 würden rund 60 Prozent des älteren Jahrgangs in die U23 aufrücken.

Marco Rose,Jacob Italiano

Der 18-jährige Jacob Italiano ist fester Bestandteil der U23 und durfte bei Marco Rose und den Profis hereinschnuppern



"Es ist ja der Auftrag dieser Mannschaft, Spieler herauszubringen und genau das wird jetzt wieder der Fokus sein, es ist sozusagen ein ‚back to the roots’", sagte Virkus. "In den vergangenen Jahren haben wir mehr Spieler von außen geholt, weil wir nicht so starke Jugend-Jahrgänge hatten. Das ist jetzt anders. Wir haben einige Potenzialspieler, auf die wir uns freuen können." Einige ältere Spieler müssen dafür gehen, langfristig sollen einige Jungs den Sprung in  die Bundesliga-Mannschaft schaffen.


"Die U23 ist die letzte Entwicklungsstufe"


Schon in der laufenden Saison haben einige Spieler, die noch in der U19 spielen könnten, in der U23 gespielt und trainierten teilweise auch schon bei den Profis mit. Dies trifft zum Beispiel auf ​Famana Quizera zu, der momentan als einziges Talent trotz Corona-Krise noch im Nachwuchsleistungszentrum wohnt und ins Training der ersten Mannschaft integriert ist. Der 17-jährige Portugiese hat großes Potenzial. Dazu kommen Spieler wie Connor Noss, der es schon einmal in den Bundesliga-Kader geschafft hat, Jacob Italiano, Kaan Kurt, Jan Olschowsky oder Jordi Bongard.


"Die U23 ist die letzte Entwicklungsstufe für die Jungs und als solche müssen sie sie auch begreifen", erklärte Virkus. "Wir haben ja einige erfahrene Jungs wie Kraus, Pazurek oder Michael Lieder, mit dem wir verlängern wollen, im Team, die die jungen Spieler führen können – dazu kommen immer wieder auch Spieler von oben. Es wird ein spannender Mix."