Exklusiv - ​​Chelseas Suche nach einem neuen Linksverteidiger könnte dazu führen, dass die Blues den FC Arsenal im Werben um Layvin Kurzawa ausstechen.


Die linke Außenverteidiger-Position war in dieser Saison einer von mehreren Problembereichen der Blues - Frank Lampard möchte eine hochkarätige Option an Bord holen, um eine Alternative zu Marcos Alonso und Emerson Palmieri zu haben.


Leicester-Star Ben Chilwell ist Lampards erste Wahl, doch aufgrund seines Preisschilds von 75 Millionen Pfund und der hochkarätigen Konkurrenz (Manchester City ist ebenfalls an Chilwell interessiert) könnte der Klub aus West-London gezwungen sein, sich anderswo umzuschauen.

Ben Chilwell

Chilwell ist Chelseas Favorit für hinten links



Zuletzt wurde berichtet, dass Chelsea Alex Telles (FC Porto), Nicolás Tagliafico (Ajax Amsterdam) und Matt Targett (Aston Villa) unter die Lupe nimmt, ​aber eine Quelle hat unseren englischen Kollegen von 90min UK bestätigt, dass auch PSG-Profi Kurzawa eine interessante Option für die Blues ist.


Stadtrivale ​FC Arsenal ist ebenfalls an Kurzawa interessiert - der Vertrag des Franzosen läuft aus, weshalb er ablösefrei wechseln kann. Somit ist er natürlich deutlich billiger zu haben als Telles, Tagliafico und Targett. Bleibt aber die Frage, ob Kurzawa überhaupt einen sportlichen Mehrwert gegenüber Alonso und Emerson darstellt.


Der 27-Jährige leidet seit seinem Wechsel von der AS Monaco in die französische Hauptstadt im Jahr 2015 immer wieder unter Verletzungen - in keiner einzigen Saison hat er seitdem mehr als 20 Liga-Einsätze absolviert. Auch aktuell hat er wieder körperliche Probleme, Ex-Münchener Juan Bernat hat ihm bei PSG längst den Rang abgelaufen.

Layvin Kurzawa


Zudem gilt Kurzawa in Frankreich als umstritten, es tauchen immer wieder Fragen zu seiner Einstellung und Mentalität auf. Im Jahr 2017 war er beispielsweise in einen Erpressungsversuch im Wert von 200.000 Euro verwickelt, als Filmmaterial auftauchte, auf dem er den französischen Nationaltrainer Didier Deschamps in einer Shisha-Bar kritisierte.


Abgesehen von diesen persönlichen Fragen ist Chelsea aber zuversichtlich, dass sie Arsenal im Vertragspoker schlagen würden, sollte ein Transfer von Chilwell nicht zustande kommen. Die Blues sind nicht nur finanziell in einer überlegenen Position, sie werden in der nächsten Saison wahrscheinlich auch in der Lage sein, Champions-League-Fußball anzubieten - während es immer wahrscheinlicher wird, dass die Gunners das nicht bieten können.


Eine ablösefreier Transfer des Franzosen würde andere Mittel für Chelsea freisetzen, um den Kader in der Innenverteidigung und im Angriff zu verstärken - zudem könnte man wiederum Einnahmen durch die Verkäufe von Alonso oder Emerson generieren.