Johan Djourour, ehemaliger Spieler des ​HSV und von ​Hannover 96, hat laut einem Bericht von Sport1 seinen Ex-Klub FC Sion verklagt. Das Vergehen: Ehrverletzung.


Insgesamt 108 Spiele bestritt der Schweizer Johan Djourou für Hamburg und Hannover in der ​Bundesliga. Im Januar 2020 wurde er vom FC Sion unter Vertrag genommen, nur um ein paar Wochen später zu den Profis zu gehören, die von Sion-Präsident Christian Constantin fristlos entlassen wurden. 


Constantin zwang die Spieler, wegen der Corona-Pandemie und damit verbundenen finanziellen Engpässe innerhalb einer Frist Kurzarbeitsverträge zu unterzeichnen. Djourou und sieben Kollegen verweigerten dies und verloren daraufhin ihren Job. Diesen Umstand will der 33-Jährige nun vor Gericht klären lassen.


"Sind keine Söldner" 


Gegenüber der schweizer Zeitung Le Nouvelliste erklärte Djourou​: "Mein Ziel ist es, den verursachten Schaden vor Gericht zu reparieren. Meine Teamkollegen und ich sind nicht einfach geldmotivierte Söldner, wie uns einige Leute seit unserer Entlassung dargestellt haben." 


Die Verträge sahen vor, dass die Profis für maximal 11.500 Euro im Monat angestellt sein sollten. "Ihre einzige Sorge war, ihr volles Gehalt zu behalten", sagte Präsident Constantin zu den Entlassungen. 

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Machte kurzen Prozess mit seinen Angestellten - Christian Constantin



Man kann also den Ärger Djourous verstehen und muss nun abwarten, wie die Behörden den Fall verhandeln werden. Dass der 72-fache Spieler der "Nati" keine finanziellen Interessen verfolgt, sondern schlicht für Gerechtigkeit sorgen will, bekräftigt er mit folgender Aussage:


"Ich wehre mich nicht, um Geld zu bekommen oder wieder im Kader aufgenommen zu werden. Falls mir das Gericht recht gibt, werde ich das Geld spenden."