Unter strengen Vorschriften laufen die Trainingseinheiten der Bundesligisten langsam wieder an. ​Auch beim ​1. FC Union Berlin wird sich wieder in Kleingruppen fit gehalten. Dessen Vereins-Präsident Dirk Zingler warnt jetzt davor,  den Ligabetrieb nicht verfrüht wieder aufzunehmen.


Die DFL plant im Augenblick ​eine Fortsetzung der Saison für Anfang Mai, um mit den entsprechenden Maßnahmen die Saison bis zum 30. Juni beenden zu können, schließlich gehe es um die Existenz mehrerer Vereine. 


Union-Präsident Zingler warnte nun jedoch vor einer zu frühen Wiederaufnahme der Saison. Er mache sich Sorgen um die gesellschaftliche Aussenwirkung einer solchen Entscheidung. Das berichtet der kicker. Demnach habe Zingler auf der vereinseigenen Website vor einer übereilten Saisonfortsetzung gewarnt und ist der Meinung, man tue sich "keinen Gefallen", wenn man sich von der "gesellschaftlichen Wahrnehmung abkoppeln" würde. 

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Sieht Union Berlin gut gerüstet für die Krise: Präsident Dirk Zingler



Vielmehr müsste man darauf achten, zunächst auch weitere Teilnehmer der Gesellschaft zurück in ihren Alltag zu bringen: "Wir sollten einen Termin finden, der eine gesellschaftliche Akzeptanz hat. Die Kinder sollten erst zur Schule. Und vielleicht sollte auch die kleine Kneipe mit 20 Plätzen erst wieder öffnen, bevor wir Fußball spielen." 


Zingler macht sich um Union Berlin keine Sorgen


Auf die finanziellen Schwierigkeiten angesprochen, die eine solche Krise mit sich bringe, und vor dem Hintergrund, dass es einige Vereine gibt, die von dieser Ausnahmesituation ​existenziell bedroht sind, konnte Zingler die Union-Anhänger beruhigen: "Wir haben uns in den letzten Jahren eine Stabilität erarbeitet", man werde stabil durch die nächsten Monate kommen. 


Je länger es ginge, desto schwieriger werde es jedoch auch: "Das einzige Risiko ist sicherlich, dass wir nicht wissen, wie lange es dauert. Wir haben ein Szenario entwickelt bis zum Sommer. Wenn es darüber hinaus geht, werden wir neu überlegen müssen, ob alle Maßnahmen reichen."


Zumindest den Trainingsbetrieb konnten die Berliner, geknüpft an gewisse Bedingungen, schon wieder aufnehmen. Derzeit trainiert man dort in Gruppen bis zu fünf Personen. Umgezogen wird sich in zwei dafür vorgesehenen Kabinen.