In Deutschland ruht aktuell der Ball. Durch den Corona-Virus ist der Trubel rund um den Fußball lahmgelegt worden. Doch allen ist bewusst, dass irgendwann der Motor wieder laufen wird. Wie und wann es im kommenden Sommer zu einem Transferfenster kommen wird, ist noch unklar. Eine Personalie, die für die Chefetage von ​Bayer 04 Leverkusen allerdings noch interessant werden könnte​, ist Wolfsburgs Maximilian Arnold.


Im Grunde ist die Werkself im Mittelfeld bereits blendend aufgestellt. Mit Julian Baumgartlinger, Charles Aranguiz, Kerem Demirbay, Nadiem Amiri und Exequiel Palacios hat man satte fünf Profis, welche im zentralen Mittelfeld auflaufen könnten. Doch die Zukunft unter dem Bayerkreuz dieses Quintetts ist nicht bei allen schon geklärt.


Zukunft von Bayer-Mittelfeld teilweise noch fraglich


So haben die beiden Routiniers Baumgartlinger und Aranguiz keine langfristigen Verträge. Während das Arbeitspapier mit 'Baumi' immerhin noch bis Sommer 2021 läuft, wäre die chilenische Arbeitsbiene bereits ab diesen Sommer ablösefrei. Schon seit einem Jahr schrillen deshalb bei der Werkself die Alarmglocken. Keine Frage, man möchte den Chilenen unbedingt noch länger an den Verein binden, schließlich ist Aranguiz absolut unumstritten und enorm wichtig für den Klub.


​Doch bislang ziert sich der 30-Jährige noch mit einer Vertragsverlängerung. Durch Heimweh, familiären Gründen und dem Interesse einiger Topklubs ist die Zukunftsentscheidung von Aranguiz von mehreren Faktoren abhängig. Nicht ohne Grund sicherte sich Bayer 04 bereits im Winter die Dienste des Argentiniers Palacios, der in Sachen Spieleigenschaften und Mentalität dem Chilenen nahekommt.


Doch Leverkusen tut gut daran, in Anbetracht der auch in der kommenden Saison drohenden Dreifachbelastung in Sachen Kaderplanung noch eine Stufe höher zu gehen. Bestenfalls schnappt sich die Werkself also im Sommer noch einen weiteren zentralen Mittelfeldspieler. Bleibt Aranguiz beim Klub, ist der Kader noch breiter. Geht Aranguiz, hat man sofort Ersatz parat.


In Wolfsburg zeigt sich Arnold von seiner besten Seite


Und somit kommen wir wieder auf den Namen Maximilian Arnold. Der 25-Jährige steht bis Sommer 2022 beim ​VfL Wolfsburg unter Vertrag und ist dort - ähnlich wie Aranguiz in Leverkusen - absolut unumstritten. Der zentrale Mittelfeldspieler kommt bereits jetzt auf starke 264 Pflichtspieleinsätze für die Wölfe. 30 Tore wie auch Vorlagen sprechen für einen gewissen Drang nach vorn.

FBL-GER-BUNDESLIGA-WOLFSBURG-MOENCHENGLADBACH


In der Bundesliga hat sich Arnold inzwischen etabliert. Er kennt die Liga und die restlichen Vereine. In der Autostadt entwickelte er sich immer weiter zum Aushängeschild. Arnold kommt aus der eigenen Jugend des VfL. In Zeiten des exzessiven internationalen Scoutings ist er ein Beispiel für die lokale Förderung von Talenten.


In Deutschland hat sich der gebürtige Sachse inzwischen einen guten Ruf erworben. Maxi Arnold wird für seinen hohen Einsatz im Spiel geschätzt. Satte 59 Gelbe und zwei glatt Rote Karten sprechen für ein hartes Zweikampfverhalten. Dazu verfügt Arnold über eine grandiose Übersicht im Spiel und einen starken linken Fuß. Er ist ein Leader auf dem Feld, meinungsstark und spielprägend.


Aranguiz und Arnold mit vielen Gemeinsamkeiten


Dadurch weist er enorme Ähnlichkeiten zu Aranguiz auf. Beide Spieler gleichen sich in ihrem Spielverständnis. Auch der Chilene vereint körperbetontes Spiel und die Aufgabe, den eigenen Ballbesitz aufzubauen. Und wie auch Aranguiz kann Arnold die Position des zentralen Mittelfeldspielers offensiv wie auch defensiv interpretieren.

Charles Aranguiz,Maximilian Arnold


Im kommenden Mai wird Arnold 26 Jahre alt. Er ist damit im perfekten Fußballalter. Seine Ausbildung ist im Grunde abgeschlossen, dennoch hat er noch einige Jahre seiner Fußballkarriere vor sich. Und auch hier besteht wieder eine Parallele zu Aranguiz, der ebenfalls 26 Jahre alt war, als der den Schritt zu Bayer 04 im Sommer 2015 wagte.


Ich lehne mich nun soweit aus dem Fensterlnd und behaupte, dass Maxi Arnold die deutsche Parallele zu Charles Aranguiz ist. Leverkusen sollte diesen Namen definitiv auf dem Zettel haben. Mit Arnold würde man sich einen starken Spieler sichern, der in naher Zukunft auch den ein oder anderen etablierten Namen ersetzen könnte. Mit einem taxierten Marktwert von 14,5 Millionen Euro (laut transfermarkt.de) wäre ein Transfer auch ziemlich sicher finanzierbar.


Leverkusen und Arnold? Das passt!


Arnold hätte in Leverkusen die Chance, regelmäßiger um die Champions League mitzuspielen, als es in Wolfsburg der Fall ist. Trotz eines Kaders mit viel Potenzial bleiben die Wölfe oftmals unter ihren Möglichkeiten. Leverkusen könnte sein nächster Schritt in der Karriereleiter sein.


Also, liebe Verantwortlichen der Werkself. Mit Maximilian Arnold befindet sich aktuell ein Spieler in der ​Bundesliga, welcher ohne große Probleme und absolut ebenbürtig sich im Leverkusener Mittelfeld etablieren könnte. Und da die Akteure der Werkself nicht jünger werden, hätte man mit ihm für die nächsten Jahre erstmal eine Sorge weniger. Und unabhängig, ob Aranguiz dem Klub erhalten bleibt oder nicht, würde ein Wechsel definitiv Sinn ergeben.


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