Viele Vereine haben es bereits vorgemacht, ​Eintracht Frankfurt zieht nun nach: Wie der Klub am Donnerstag mitteilte, wird man ebenfalls ab sofort auf Teile des Gehalts verzichten, um dem Verein finanzielle Schwierigkeiten bestmöglich zu ersparen.


​Eintracht Frankfurt hat ein finanzielles Maßnahmenpaket verabschiedet und auf der ​Vereins-Website darüber informiert. Dabei handelt es sich um verschiedene Sparmaßnahmen, die dem Bundesligisten dabei helfen sollen, die derzeitige Corona-Krise möglichst schadenfrei zu überstehen.


Frankfurt präsentiert ein Maßnahmenpaket: Gehaltsverzicht und Kurzarbeit


Auch Frankfurt übt nun Gehaltsverzicht. Inbegriffen sind neben den Spielern auch der "Vorstand, die sportliche Leitung, das Trainerteam und die Bereichsleiter der Eintracht Frankfurt Fußball AG", wie es im Statement erklärt wurde. Für drei Monate werden Angestellte und Personen der genannten Bereiche auf einen Anteil in Höhe von 20 Prozent verzichten. Das gilt für die Monate April, Mai und Juni, also ab sofort. Auch die Teile des e.V., also bezahlte Präsidiumsmitglieder, die Geschäftsführung sowie die Leistung des Leistungszentrums beteiligen sich an der solidarischen Aktion. 


Kurzarbeit wird ebenfalls ein Teil der Sparmaßnahmen sein. "Etwa ein Drittel der Beschäftigten von AG und Verein", so die SGE, sei davon betroffen. Hinzurechnen kann man den freiwilligen Gehaltsverzicht (anteilig) der weiteren Belegschaft. 

Fredi Bobic

Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic hat dieser Tage viel zu tun: Die Corona-Krise verlangt den Bundesligisten viel ab


Die Eintracht betont, dass man "geschlossen durch diese schwierige Zeit" gehe: "Wir wissen, dass viele Mitarbeiter im Klub auf unterschiedlichste Art und Weise ihren Beitrag dazu leisten. Auch wir im Sport sehen uns hier in der Verantwortung." Auch die Spieler haben "ein großes Verständnis und Gefühl" für ihre Rolle gezeigt, sagte ​Sportvorstand Fredi Bobic. So habe die Mannschaft sehr frühzeitig ihre Bereitschaft zur Hilfe signalisiert. 


Finanz- und Personalvorstand Oliver Frankenbach erklärte, dass man durch die Entlastungen und Sparmaßnahmen eine "kurzfristige Lücke von mindestens 15 Millionen Euro" annähernd schließen könne. Eine wahrlich große Summe, die auch dabei hilft, die Ausmaße der aktuellen Krise zu verstehen. Wenig verwunderlich also, dass die Klubs weiterhin auf eine Fortsetzung des Spielbetriebs hoffen, durch die man zumindest die wichtigen TV-Gelder ausgezahlt bekommen würde. 


​Nach Bild-Informationen soll die DFL planen, die Bundesliga ab dem 9. Mai mit Geisterspielen fortzusetzen!