Nach einem schwierigen ersten Jahr ist Nicólas González in dieser Saison einer der Leistungsträger beim VfB Stuttgart. Diese Entwicklung hätte jedoch fast nicht stattgefunden. Wie der Stürmer bei TyC Sports offenbarte, dachte er im Sommer über eine Rückkehr nach Argentinien nach.


2018 verabschiedete sich González aus seiner Heimat und wechselte von seinem Jugendklub, den Argentinos Juniors, nach Stuttgart. Der VfB zahlte 8,5 Millionen Euro für den 22-jährigen Stürmer, der in der Vorbereitung mit starken Leistungen und vielen Toren auf sich aufmerksam machte und in seiner neuen Umgebung auf Anhieb Fuß zu fassen schien. 


Mit González in der Spitze wollte Stuttgart einen Europapokalplatz angreifen, die Horror-Saison 2018/19 mündete nach den Relegationsspielen gegen Union Berlin aber im zweiten Abstieg binnen drei Jahren - und auch González erlebte eine schwache Saison. Die Herausforderung in Deutschland war schwieriger als gedacht, in 33 Pflichtspielen gelangen ihm nur zwei Tore. 

Nicolas Gonzalez ,

Nach einem schwachen ersten Jahr in Stuttgart wollte Nicolas González wieder nach Argentinien


"Ich kam fasziniert hierher, aber im Laufe der Monate wurde es für mich sehr schwierig", blickte González beim argentinischen TV-Sender TyC Sports auf seine Anfangstage beim VfB zurück (Übersetzung via ​transfermarkt.de). Als Argentinier sei es "nicht leicht, sich an die strengste und strukturierteste Gesellschaft von allen zu gewöhnen", entsprechend hatte er in Deutschland mit Schwierigkeiten zu kämpfen. 


González wollte weg - und blieb doch


Schnell dachte er wieder über einen Abschied nach, mit dem Club Atlético Independiente schien auch ein passender Abnehmer gefunden. "Sie haben mich angerufen und ich sagte, dass ich zurückkommen möchte, zählt auf mich", so González. Medienberichten zufolge visierte der argentinische Erstligist einen Transfer an, nach kurzer Zeit fand bei González jedoch ein Umdenken statt: "Als ich anfing, in Ruhe darüber nachzudenken, wurde mir klar, was für ein Opfer ich gebracht habe, um nach Europa zu gelangen. Also zog ich es vor, zu bleiben."


Die Entscheidung für den VfB hat sich gelohnt. González, im Vorjahr häufig mit Pech im Abschluss, zählt mit sieben Toren und drei Vorlagen zu den Top-Scorern der Schwaben und erhält auch unter Pellegrino Matarazzo regelmäßige Einsatzzeiten. Sein Vertrag läuft bis 2023, einige Jahre dürfte er also noch in Europa verbringen - eines Tages aber will er in sein Heimatland zurückkehren und wieder für die Argentinos Juniors spielen: "Ich vergesse all das nie, was mir die Leute gegeben haben. Ich werde zurückkehren, um ihnen Freude zu bereiten."


Folge 90min auch in den sozialen Netzwerken:

Instagram @90min _de

Facebook @90minGerman

Twitter @90min_de