​Luis Suárez fehlt dem ​FC Barcelona seit Januar aufgrund einer schwerwiegenden Knieverletzung. Zwar steht aufgrund der Corona-Krise noch nicht fest, wann der Ball in ​LaLiga wieder rollt, doch El Pistolero kann in der entscheidenden Saisonphase vermutlich wieder in den Spielbetrieb eingreifen.


Die Transfergerüchte um Barças zukünftige Offensive häufen sich. Klar ist, dass ​Lionel Messi unumstritten gesetzt ist. Doch wer stürmt neben La Pulga?


Systemunabhängiger Suárez


Quique Setién beerbte Ernesto Valverde Mitte Januar als Barcelona-Coach. An der Grundformation änderte er meist nichts - es blieb größtenteils beim angestammten offensiv ausgerichteten 4-3-3. Wenige Male setzte Setién allerdings auf einen Zweier-Sturm, im November vergangenen Jahres gegen Leganés gar auf eine einzelne Sturmspitze. In jenem Spiel in Leganés agierte Suárez an vorderster Front - und funktionierte. Beim 2:1-Auswärtserfolg erzielte er das zwischenzeitliche 1:1.


Auch mit einem oder zwei Sturmpartner/n findet sich der Uruguayer gut zurecht - seine vielfältige Einsatzfähigkeit sowie die Harmonie im Zusammenspiel mit Messi könnte ihm gar einen neuen Vertrag bringen.


Vertragsverlängerung nicht ausgeschlossen


Liest man zwischen den Zeilen, dann glaubt auch Suárez an eine Verlängerung seines 2021 auslaufenden Kontrakts. Transfermarkt bezieht sich auf ein Interview zwischen dem Blaugrana-Knipser und Mundo Deportivo, in welchem er sich zuversichtlich äußerte: "Ich denke im Moment an nichts anderes, als ihn zu erfüllen. In naher Zukunft wird sicher der Moment kommen, um sich hinzusetzen und darüber zu reden, wie es weiter geht. Das Verhältnis zwischen mir und dem Klub war stets positiv."


Suárez feierte wenige Tage nach seiner Außenmeniskusverletzung seinen 33. Geburtstag. Zum alten Eisen gehört er aber lange noch nicht. In der laufenden Saison war in der Liga (18 Scorerpunkte) sowie der Champions League (sechs Scorerpunkte) summiert an 24 Treffern in 22 Partien direkt beteiligt.


Seinen Torriecher wird er auch im gehobenen Fußballalter behalten, seine Kaltschnäuzigkeit im Abschluss wohl nicht verlernen. Es bietet sich also für den FC Barcelona an, mit Suárez zu verlängern. Klar ist, dass der Tag kommen wird, an dem auch Barças Nummer neun nicht mehr auf allerhöchstem Niveau mithalten kann, doch dieser Zeitpunkt schein noch in weiter Ferne zu sein.


Martínez und Neymar im Gespräch


Inter Mailands Lautaro Martínez und Paris' Neymar werden beim 26-fachen spanischen Meister als Neuzugänge gehandelt. Beide könnten vom Zusammenspiel mit Suárez profitieren.


Martínez ist im Spitzenfußball noch relativ unerfahren. Der 22-jährige Argentinier spielt erst seine zweite Saison in einer europäischen Top-Fünf-Liga - auch im Europapokal ist es erst seine zweite Spielzeit. Er könnte einiges von Suárez lernen und würde durch den potentiellen internen Konkurrenzkampf mit diesem angestachelt werden.

Lautaro Martinez


Dass Suárez und Neymar miteinander funktionieren, das ist im Weltfußball bekannt. Wem das neu ist, dem genügt ein Blick in die Statistikbücher: In der Saison 14/15 erzielten MSN (Messi, Suárez, Neymar) wettbewerbsübergreifend insgesamt 122 Treffer für den FC Barcelona und belohnten sich am Ende mit dem Triple aus Liga, Pokal und Champions League.


Lionel Messi,Neymar,Luis Suarez


Abidal und Planes sind gefordert

Da die Katalanen zudem mit Antoine Griezmann, Ousmane Dembélé und Shooting-Star Ansu Fati bereits über großes Potential in der Offensive verfügen, stehen die Kaderplaner Éric Abidal und Ramón Planes vor sehr schwierigen Aufgaben. Der während der Saison verpflichtete Notnagel Martin Braithwaite ist eine weitere Möglichkeit im Sturm, doch dieser konnte sich nicht für Einsatzzeiten in wichtigen Spielen empfehlen.


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