​Beim FC Bayern zieht man wieder an einem Strang! Vor der Vertragsverlängerung mit Chefcoach Hansi Flick soll es zu einer Aussprache mit Hasan Salihamidzic gekommen sein. Ergebnis: Das Hin-und-her bei Leroy Sané und Timo Werner wurde beigelegt, eine gemeinsame Transfer-Strategie entwickelt.


Mit der Vertragsverlängerung von Hansi Flick hat der ​FC Bayern in dieser Woche die wichtigste Weiche für die Zukunft gestellt. Der neue, langfristige Vertrag bis 2023 ist ein klares Zeichen des Rekordmeisters: Mit Chefcoach Flick und Bald-Sportvorstand Hasan Salihamidzic soll es in der sportlichen Führung in die nächsten Jahre gehen.


Zuletzt gab es aber immer wieder Unstimmigkeiten zwischen den beiden. Vor allem in der Kaderplanung schienen Flick und Brazzo auch öffentlich in unterschiedliche Richtungen zu denken. Die Frage, ​Leroy Sané oder Timo Werner, galt als zentral für die Uneinigkeit in der FCB-Führung.

Kahn moderiert Aussprache zwischen Flick und Salihamidzic


​​Bevor Flick seine Unterschrift unter das neue Arbeitspapier setzte, war deshalb nach Sportbild-Informationen auch eine Art Aussprache angesetzt. ​Neu-Vorstand Oliver Kahn soll sich mit Flick und Salihamidzic an einen Tisch gesetzt haben. Die gemeinsame Ausrichtung des Kaders stand dabei im Mittelpunkt.


Nicht nur wegen der Verlängerung von Flick soll dieses Treffen ein voller Erfolg gewesen sein. Die Unstimmigkeiten seien dabei ausgeräumt worden, heißt es im Sportbild-Bericht. Salihamidzic wisse nun, dass Flick nicht generell gegen einen Transfer von seinem Wunschspieler Leroy Sané ist! Die beiden diskutierten demnach offen über das Für und Wider der beiden Transferkandidaten.


Flick sucht flexiblen Topspieler für die Offensive


Aus Sicht von Hansi Flick sei es vor allem eines wichtig: Ein Topspieler für die Offensive soll kommen, der im Bestfall sowohl auf beiden Flügeln agieren kann, aber auch im Sturmzentrum einsetzbar ist. Ein Profil, das perfekt zu Werner passt - aber auch Sané soll das zugetraut werden. Eine wichtige Frage in Zeiten der Corona-Krise bleibt aber auch die Finanzierbarkeit: Hier wäre Werner wohl die etwas kostengünstigere Variante. 


Festgelegt habe man sich bei dem Treffen auf den klaren Plan, dass mindestens einer der drei hoffnungsvollsten deutschen Offensivtalente im Sommer an der Säbener Straße aufschlagen soll. Im Klartext: Einer aus dem Trio Leroy Sané, Timo Werner und Kai Havertz soll unbedingt zum FC Bayern wechseln!


Klare Erkenntnis aus dieser Saison: Kader muss breiter werden!


Neben dem Trio hat der FC Bayern aber noch weitere Transferziele im Auge. Noch in dieser Woche sollen weitere Gespräche zur Transferplanung angesetzt sein. Nun, da man wieder komplett an einem Strang zieht, sollen diese angegangen werden - trotz Corona-Krise. Eine erste Analyse habe dabei schon eine wichtige Erkenntnis gebracht:


  • ​Der FCB hat in der laufenden Spielzeit mit 21 Profis einen der kleinsten Kader der Bundesliga

Erkenntnis: Der Kader soll in der Breite verstärkt werden!​


Die Planstellen im Team sind dabei bereits bekannt: ​Ein Rechtsverteidiger soll kommen, auch damit Joshua Kimmich ausschließlich für die Zentrale eingeplant werden kann. Dazu suchen die Bayern nach einem Innenverteidiger mit starkem rechten Fuß.


Hinten links wird nach einem Back-up für Alphonso Davies Ausschau gehalten. Rekordzugang Lucas Hernandez sei genau wie David Alaba für die Innenverteidigung eingeplant. Gerade bei Alaba ein entscheidendes Zeichen: Flick sieht im Österreicher auch in der nächsten Saison den Abwehrchef in der Zentrale. Mit einem weiteren Innenverteidiger (Rechtsfuß) wäre man bei einem Boateng-Abgang jeweils doppelt besetzt (links: Alaba, Hernandez - rechts: Süle, ?). Heißt auch: für Hernandez könnte es eng werden mit einem Stammplatz!


Wenn denn David Alaba in München bleibt und seinen Vertrag verlängert. Sollte er sich dagegen entscheiden, könnte er im Sommer zum Verkaufskandidat werden. Die Sportbild berichtet jedoch, dass eine Verlängerung vorstellbar sei. Das habe vor allem zwei Gründe: Das öffentliche Lob über Alabas Stellenwert von Karl-Heinz Rummenigge kam bei Spieler und dessen Management gut an. Zudem ist Flick total von Alaba überzeugt, ​machte das erneut öffentlich deutlich und teilte dies dem 27-Jährigen auch in einem persönlichen Gespräch mit.


Personalplanungen: Der aktuelle Stand bei Müller, Neuer, Thiago und Co.


Neben der Zukunft von Alaba stehen derzeit noch einige weitere interne Personalplanungen an. 


  • Thomas Müller: Vertrag bis 2023 verlängert
  • Manuel Neuer: Der Klub ist immer noch etwas irritiert von der geforderten Laufzeit und den hohen finanziellen Konditionen - die Gespräche wurden sich deutlich einvernehmlicher vorgestellt
  • Thiago: Soll bleiben, die Zeichen stehen auf Verlängerung - weitere Verhandlungen müssen aber noch folgen
  • Javi Martinez: Zeichen stehen klar auf Abschied
  • Jerome Boateng: Soll verkauft werden, sollte sich ein ​geeigneter Abnehmer finden
  • Coutinho: Weiterverpflichtung unrealistisch (sowohl wegen der sportlichen Leistung, als auch den finanziellen Forderungen)
  • Alvaro Odriozola: Muss zurück zu Real Madrid
  • Corentin Tolisso: Verkaufskandidat - könnte auch in ein Tauschgeschäft verrechnet werden


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