​Wenn es einen Namen gibt, der in den Führungsetagen des Bernabéu-Stadions wirklich alle elektrisiert, ist es der von ​Kylian Mbappé (21). Gemäß dem Selbstverständnis von ​Real Madrid (als bestem und größtem Klub der Welt) sollen auch immer nur die besten Spieler zu den Königlichen - wie eben der Weltmeister von 2018. Doch das Projekt wird zumindest noch ein Jahr auf seine Realisierung warten müssen.


Denn die Corona-Krise hat natürlich auch die Pläne der Madrilenen durchkreuzt. In Chamartín wähnte man sich lange Zeit in der Lage, schon in diesem Sommer einen Vorstoß wagen zu können. Der Spieler tat in diesem Zusammenhang das Seinige dazu. 


Zunächst ließ er in seiner Rede anlässlich der letztjährigen Ligue-1-Gala entsprechend interpretierbare Worte bezüglich seiner sportlichen Zukunft fallen ("Hoffentlich in Paris, und sonst irgendwo anders!"). Dann begann er, sein Verhältnis mit Trainer Thomas Tuchel einzutrüben und sich nach jeder Auswechslung ostentativ zu beklagen und zu beschweren. 

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In den letzten Wochen knirschte es zwischen Mbappé und seinem Trainer Thomas Tuchel


Und zuletzt legte er sich auch mit einem Teil der PSG-Ultras an. All dies Winkelzüge, mit denen der Spieler auf mehr oder weniger subtile Weise Druck auf seinen aktuellen Klub ausübt. Doch am wichtigsten erscheint in diesem Kontext die Tatsache, dass er immer noch nicht seine Unterschrift unter ein neues Arbeitspapier mit den Franzosen gesetzt hat. Und dies wohl auch nicht vorhat, zu tun. 


Doch die Coronavirus-Krise, so berichtet es die Real-nahe as, hat erst einmal sämtliche weiteren Schritte der Madrilenen jäh unterbrochen - und auf 2021 verschoben. Dann bliebe dem Spieler nur noch ein Jahr Restlaufzeit seines Vertrages, was die Franzosen unweigerlich an den Verhandlungstisch zwingen würde. 


Sinkt Mbappés Preis nach Corona auf "nur" noch 150 Millionen Euro?


Die Ausgangslage wäre somit für die Königlichen im kommenden Jahr, eingedenk der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen der Pandemie auf die weltweiten Marktwerte der Spieler, auf jeden Fall favorabler als in der Aktualität. Vor wenigen Monaten wäre ein Preisschild von um die 300 Millionen Euro für den Spieler nicht völlig unrealistisch gewesen. Doch aufgrund des zu erwartenden Preisverfalls in den kommenden Monaten erhoffen sich die Spanier, so zumindest spekuliert das Madrider Fachblatt, einen Kaufpreis von etwa 150 Millionen Euro. 


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